Der neue Report „Landwirtschaft, Lebensraum & Tourismus“ von Land schafft Leben zeigt deutlich: Ohne aktive Bewirtschaftung gehen traditionelle Kulturlandschaften wie die Almen verloren. Hannes Royer, Gründer des Vereins Land schafft Leben, betont bei der Präsentation: „Ohne die Landwirtschaft wäre der Tourismus in Österreich nicht denkbar.“ Er erklärt weiter:
„Wenn ich heute irgendwo in Österreich auf einen Berg steige und nach unten schaue, dann sehe ich eine menschengemachte Kulturlandschaft. Und die ist der wichtigste Grund dafür, dass Gäste hierherkommen.“
Almwirtschaft als Schutz und Anziehungspunkt
Die Schönheit und Attraktivität der Landschaft sind nicht naturgegeben, sondern das Ergebnis jahrhundertelanger landwirtschaftlicher Nutzung. Die Almen, hoch gelegene Weideflächen, entstanden durch Waldrodung und Viehwirtschaft. Dieses Landschaftsmosaik aus Wald und Weide ist heute ein Rückzugsort für Biodiversität und wirkt als Schutz gegen Naturgefahren. Maria Fanninger, Mitbegründerin von Land schafft Leben, erläutert: „Solche halboffenen und kleinteiligen Landschaften ziehen uns Menschen an. Wenn wir uns hier aufhalten, baut das Stress ab und kann sogar Depressionen vorbeugen.“
Die Almwirtschaft ist jedoch zeit- und arbeitsintensiv, und die erzeugten Lebensmittel sind am Markt kaum konkurrenzfähig. Deshalb wurden in den letzten Jahrzehnten viele Almweiden aufgegeben. Wo Landwirtschaft zurückgeht, breitet sich der Wald aus, die Landschaft wird monoton und verliert ihre touristische Attraktivität.
„Österreich am Teller“ sichert Zukunft
Die Almen stehen symbolisch für die gesamte österreichische Landwirtschaft. Ihr Erhalt erfordert eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung. Maria Fanninger unterstreicht: „Wir unterstützen die neue Kulinarik-Strategie der Österreich Werbung aus vollem Herzen. Aber nur wenn regionale Lebensmittel in der Breite der Gastronomie Vorrang erhalten, kann die heimische Landwirtschaft bestehen, unsere Kulturlandschaften pflegen und dadurch langfristig auch die Basis des Tourismus erhalten. Dieser Zusammenhang muss allen klar sein.“
Land schafft Leben wird das Thema in den kommenden zwei Jahren verstärkt in den Fokus rücken. Der Report bietet eine fundierte Grundlage und ist in ersten Teilen auf landschafftleben.at verfügbar.








