Die diesjährigen Kollektivvertragsverhandlungen für Gastronomie und Hotellerie wurden ohne Ergebnis beendet. Das letzte Kompromissangebot der Arbeitgeberseite wurde von der Gewerkschaft vida abgelehnt.
Arbeitgeberseite bedauert Scheitern
Die WKÖ-Obmänner der Fachverbände Gastronomie und Hotellerie, Alois Rainer und Georg Imlauer, hatten den Gewerkschaften zuletzt einen Vorschlag unterbreitet, der eine 3,4-prozentige Erhöhung in der untersten Lohngruppe sowie eine durchschnittliche Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter um 3 Prozent vorsah. Dieser Vorschlag wurde von den Gewerkschaften abgelehnt.
Rainer und Imlauer bedauern das Scheitern der Verhandlungen: „Wir haben uns in den Lohn- und Gehaltsverhandlungen immer an dem orientiert, was für die Betriebe tragbar ist. Unsere wirtschaftlichen Spielräume sind ausgeschöpft.“ Sie weisen darauf hin, dass die um die Inflation bereinigten Betriebsergebnisse vieler Betriebe stagnieren oder sogar rückläufig sind.
Kritik an Gewerkschaftsverhalten
Die Arbeitgeberseite kritisiert die zunehmenden öffentlichen Zuspitzungen und medialen Eskalationen des vida-Vorsitzenden Roman Hebenstreit. Statt sachlicher Gespräche am Verhandlungstisch habe die Gewerkschaft immer stärker auf öffentliche Angriffe und pauschale Verurteilung einer gesamten Branche gesetzt. Dies habe bei vielen Betrieben für massives Unverständnis und großen Unmut gesorgt und lasse Zweifel an der tatsächlichen Lösungsbereitschaft der vida aufkommen.
Auswirkungen für Betriebe und Mitarbeiter
Für die Betriebe und deren Mitarbeiter bedeutet das Scheitern, dass die bestehenden Lohn- und Gehaltstabellen mit Stand 1. Mai 2025 aufrechterhalten bleiben. Rainer und Imlauer erwarten, dass die Gewerkschaften ihren Vorschlag erneut bewerten und als fair und verantwortungsbewusst anerkennen.






