Anlässlich des „Internationalen Tags der Lebensmittelsicherheit“ am 7. Juni betont Mag. Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbands der Lebensmittelindustrie, dass Lebensmittelsicherheit für österreichische Lebensmittelindustrie oberste Priorität hat. „Lebensmittel sind in Österreich und in der EU sicher. Dahinter stehen umfassende Leistungen der heimischen Lebensmittelindustrie“, erklärt Koßdorff.
Umfassende Kontrollen für sicheren Genuss
Das Schutzsystem für Lebensmittel ist mehrstufig aufgebaut. Neben täglichen Eigenkontrollen durch die Unternehmen prüft die Behörde jährlich rund 30.000 Betriebe entlang der Lebensmittelkette und untersucht fast 25.000 Proben nach einem risikobasierten Kontrollplan. Die Ergebnisse werden im jährlichen Lebensmittelsicherheitsbericht des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz veröffentlicht. Als gesundheitsschädlich wurden zuletzt nur rund 1,5 Prozent der Proben eingestuft, ein sehr niedriger Wert im internationalen Vergleich.
Die rund 200 Unternehmen der Lebensmittelindustrie betreiben umfassende Überwachungssysteme und erfüllen zahlreiche Vorschriften nach österreichischem und europäischem Recht. Sie entwickeln ihre Management- und Kontrollsysteme zur Qualitätssicherung ständig weiter und sind oft über die gesetzlichen Auflagen hinaus freiwillig nach rechtlichen oder privatwirtschaftlichen Standards und Normen zertifiziert.
Unterschied Rückruf und Rückholung
Bei Problemen mit Lebensmitteln sind Unternehmen gesetzlich verpflichtet, Maßnahmen zu setzen. Ist ein Lebensmittel nicht sicher, muss es öffentlich zurückgerufen werden. Konsumenten erfahren dies über Presseaussendungen, Webseiten der Hersteller und der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit). Das europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) ermöglicht den Behörden der EU-Mitgliedstaaten eine rasche und koordinierte Reaktion. Wenn die Ware noch nicht bis zum Verkauf gelangt ist, kann eine stille Rückholung erfolgen.
Koßdorff abschließend: „Die Unternehmen der Lebensmittelindustrie verfügen über umfassende Sicherheitssysteme, die im Fall eines Problems einen raschen Rückruf und eine verlässliche Rückholung gewährleisten. So sind Konsumenten wirksam geschützt – und können Lebensmittel jederzeit mit gutem Gefühl genießen!“
Stellenwert der Lebensmittelindustrie in Österreich
Die Nahrungs- und Genussmittelindustrie zählt mit 27.500 direkt Beschäftigten zu den Schlüsselbranchen in Österreichs Wirtschaft. Sie garantiert die tägliche Versorgung von Millionen Menschen mit sicheren, qualitativen und leistbaren Produkten. Die rund 200 Unternehmen erwirtschaften jährlich ein Produktionsvolumen von rund 12 Mrd. Euro, davon rund 10 Mrd. Euro im Export.







