Klar gestellt: Aufklärung statt Verschwendung

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Wer heute über Ernährung spricht, redet meist über die aktuellen Trends, über Nachhaltigkeit oder Preise. Seit der geplanten Senkung der Mehrwertsteuer auf bestimmte Grundnahrungsmittel geht es vor allem darum, dass Lebensmittel günstig sein sollen, von Wertschätzung wird wenig gesprochen. Obst und Gemüse sowie Brot und Gebäck landen häufig im Müll. Nur der Wert von weggeworfenem Brot belastet damit das Budget eines durchschnittlichen Haushalts mit etwa 100 Euro pro Jahr und ergibt somit einen weit höheren Betrag als man sich durch die Mehrwertsteuerschenkung nur bei diesem Lebensmittel sparen kann. Die Verschwendung findet vor allem in Privathaushalten statt, wobei besonders junge Menschen, die, obwohl sie oft aufgrund des Alters noch wenig verdienen, am meisten wegwerfen. Und es sind gesunde Lebensmittel, wie Obst und Gemüse, die gekauft werden, wegen der aufwändigeren Zubereitung als bei Fertiggerichten aber im Kühlschrank lagern, bis sie verderben und danach im Müll landen. Auch das falsche Verständnis des Mindesthaltbarkeitsdatums ist eine der Hauptursachen des Wegwerfverhaltens.

Quer durch alle Schichten, egal welches Alter, welches Bildungsniveau oder welches Einkommen, überall landen unnötig Lebensmittel im Müll. Die 400 Millionen Euro, die die Mehrwertsteuersenkung kostet, wären in Bildungs- und Aufklärungsmaßnahmen vielleicht sinnvoller investiert gewesen. In allen Schulstufen sollte der achtsame Umgang mit Lebensmitteln vermittelt werden.

Roher Paprika Mag. Andrea Jungwirth Ernährungswissenschafterin
Mag. Andrea Jungwirth Ernährungswissenschafterin
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