Mit dem Mandarin Oriental, Vienna hat eine der renommiertesten Luxusmarken der Welt im Dezember ihren ersten Auftritt in Österreich gefeiert. Schon beim Betreten des Hauses in der Riemergasse wird deutlich: Dieses Hotel will nicht laut beeindrucken, sondern nachhaltig wirken. Eingebettet in ein historisches Gebäude an der Wiener Ringstraße, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes, verbindet das neue Haus der Mandarin Oriental Hotel Group Wiener Jugendstil mit zeitgenössischer Eleganz auf bemerkenswert stimmige Weise.
Historische Hülle, zeitgemäßer Luxus
Das markante Gebäude, einst von Alfred Keller entworfen, wurde mit großer Sorgfalt restauriert. Originale architektonische Details bleiben sichtbar, während klare Linien, hochwertige Materialien und eine ruhige Farbpalette den zeitgemäßen Anspruch unterstreichen. Öffentliche Bereiche wie Lobby, Bar und Restaurant gehen fließend ineinander über und vermitteln von Beginn an ein Gefühl von Ruhe und Großzügigkeit. Die 138 Zimmer und Suiten folgen diesem Konzept konsequent. Foto: Kerstin Hammerschmid Großzügige Grundrisse, maßgefertigte Möbel, fein abgestimmte Textilien und eine zurückhaltende Farbwelt schaffen ein Ambiente, das Luxus nicht ausstellt, sondern erlebbar macht. Technisch sind die Zimmer auf dem neuesten Stand, funktional durchdacht und zugleich wohnlich – ein Aspekt, der insbesondere für internationale Stammgäste der Marke von Bedeutung ist.
Ruhe als Qualitätsversprechen
Ein zentrales Element des Hauses ist der Wellnessbereich. Das Spa mit mehreren Behandlungsräumen, Indoorpool und modernem Fitnessstudio wirkt wie ein Rückzugsort mitten in der Stadt. Tageslicht, dezente Materialien und eine klare Raumführung prägen die Atmosphäre. Gerade für Gäste, die Wien beruflich besuchen oder die Stadt intensiv erkunden, bietet dieser Bereich einen bewussten Gegenpol zur urbanen Dynamik. Die Nähe zu Stephansdom, Hofburg, Staatsoper und Goldenem Quartier steht dabei im spannenden Kontrast zur abgeschirmten Ruhe im Inneren des Hotels.
Kulinarik als Bühne
Besonders prägend für das Gesamterlebnis ist die Gastronomie. Das Restaurantensemble, bestehend aus dem Fine-Dining-Restaurant „Le Sept“ und der „Atelier 7 Brasserie“, entfaltet seine größte Wirkung im Innenhof des Gebäudes. Unter einer imposanten Glaskuppel öffnet sich ein Raum, der Tageslicht, Architektur und Kulinarik miteinander verschränkt. Unterschiedlich zonierte Bereiche ermöglichen vielfältige Nutzungsszenarien – vom diskreten Geschäftsessen bis zum ausgedehnten Dinner.
Im Mittelpunkt steht dabei stets die Küche. Während meines Besuchs rund um die Eröffnung zeigte sich klar: Die Gerichte überzeugen nicht nur konzeptionell, sondern vor allem geschmacklich. Präzises Handwerk, hochwertige Produkte und eine klare Aromatik stehen im Vordergrund. Internationale Einflüsse werden gezielt eingesetzt, ohne die lokale Verankerung zu verlieren.
Chefkoch Thomas Seifried bringt diese Haltung auf den Punkt:
„Gute Küche verbindet. Ich möchte daher ein kulinarisches Erlebnis schaffen, das internationale Inspirationen mit Wiener Bodenständigkeit vereint und dabei für jeden zugänglich bleibt. Qualität und Geschmack stehen dabei immer Vordergrund.“
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