Der klassische Badeurlaub bekommt Konkurrenz vom „Skilliday“, einem Urlaub, bei dem das Erlernen neuer Fähigkeiten im Mittelpunkt steht. Eine neue repräsentative Umfrage von Mastercard unter mehr als 27.000 Urlaubern in 28 europäischen Ländern, darunter Österreich, zeigt: Knapp die Hälfte der Österreicher (45 %) plant, während ihres Sommerurlaubs eine neue Fähigkeit zu erlernen.
Urlaub mit Mehrwert: Erlebnisse statt Souvenirs
Rund ein Drittel der Österreicher (32 %) hat für dieses Jahr bereits eine Reise gebucht, die gezielt dem Erlernen einer neuen Fähigkeit dient, sei es das Lernen einer neuen Sprache, einer Sportart oder sogar das Aneignen von Überlebensfähigkeiten. Besonders junge Menschen in Europa treiben diesen Trend voran: 57 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 52 Prozent der 25- bis 34-Jährigen haben bereits eine spezielle Reise mit Lernfokus geplant.
Knapp die Hälfte in Österreich (44 %) findet Reisen bedeutungsvoller, wenn sie dabei etwas Neues lernen. Eine ähnlich große Gruppe (42 %) ist der Ansicht, dass neu erworbene Fähigkeiten mittlerweile wertvollere Erinnerungen darstellen als Souvenirs. Dieser Wandel ist Teil eines breiteren Konsumtrends, bei dem Erlebnisse zunehmend höher bewertet werden als materielle Güter.
Michael Brönner, Country Manager Mastercard Österreich, erklärt: „Unsere Daten zeigen, dass Reisende heutzutage gezielt nach Erlebnissen suchen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen – und zunehmend auch nach Fähigkeiten, die langfristig erhalten bleiben.“
Neue Umsatzchancen für den Tourismussektor
Der „Skilliday“-Trend eröffnet neue Umsatzchancen für kleine und mittlere Unternehmen im Tourismussektor. Mehr als ein Drittel der österreichischen Reisenden (36 %) ist bereit, für eine Reise, bei der sie eine neue Fähigkeit erlernen können, mehr zu bezahlen. Dabei werden lokale Anbieter, die authentische Erlebnisse ermöglichen, bevorzugt.
Die Wunschliste der neuen Fähigkeiten
Das Erlernen neuer kreativer Fähigkeiten steht ganz oben auf der Liste der Fähigkeiten, die Österreicher während ihrer Reisen erlernen möchten. 31 Prozent möchten sich im Bereich Fotografie, Malerei oder Schreiben weiterbilden. Dicht dahinter folgen kulinarische Erlebnisse: 27 Prozent interessieren sich für Kochkurse und kulinarische Workshops, während 25 Prozent einen Blick hinter die Kulissen werfen und erfahren möchten, wie lokale Produkte wie Wein oder Käse hergestellt werden.
Die zehn beliebtesten Fähigkeiten, die Österreicher 2026 im Urlaub erlernen möchten:
- Kreative Fähigkeiten (Fotografie, Malerei, Schreiben) – 31 %
- Grundlegende Sprachkenntnisse und Konversationen in der neuen Sprache – 27 %
- Kulinarische Fähigkeiten und Kochworkshops mit lokalen Köchen – 25 %
- Herstellung von Lebensmitteln und Getränken (z. B. Wein, Käse) – 25 %
- Traditionelles Handwerk (Töpfern, Holzverarbeitung, Textilarbeit) – 25 %
- Wellness und Bewegung (Yoga, Meditation, Tanz, Kampfsport) – 24 %
- Outdoor- und Überlebensfähigkeiten (Nahrungssuche, Orientierung) – 22 %
- Sportarten (z. B. Skifahren, Surfen, Klettern, Wandern) – 21 %
- Traditionelle Handwerks- und Kulturtechniken – 15 %
- Fähigkeiten für nachhaltiges Leben (Permakultur, Naturschutz) – 12 %
Regionale Unterschiede in Europa
Innerhalb Europas unterscheiden sich die bevorzugten Lerninhalte je nach Herkunftsland deutlich. Menschen in Serbien zeigen das größte Interesse am Sprachenlernen (45 %), während Urlauber aus Rumänien sich besonders für Kulinarik begeistern (41 %). Für Menschen aus Schweden steht die Herstellung von Lebensmitteln und Getränken im Fokus (37 %). In Slowenien fühlen sich 35 Prozent von Wellness- und Bewegungsangeboten angezogen. Italiener interessieren sich besonders für traditionelles Handwerk (31 %). Kreative Tätigkeiten sind neben Österreich auch in Kroatien und Serbien beliebt (jeweils rund 31 %). Die sportlichsten Reisenden kommen aus der Ukraine (28 %).






