Das Jahr 2026 markiert eine wichtige Übergangsphase für die Mautregelung. Es ist das letzte Jahr, in dem die klassische Klebevignette erhältlich ist. Ab 2027 wird die Mautpflicht für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen ausschließlich über die digitale Vignette abgewickelt.
Übergangsjahr 2026: Die letzte Chance für die Klebevignette
Im Jahr 2026 haben Autofahrer letztmalig die Wahl zwischen der traditionellen Klebevignette und der digitalen Variante. Die digitale Vignette, die online erworben und direkt mit dem Kennzeichen des Fahrzeugs verknüpft wird, hat sich bereits als praktische Alternative etabliert. Sie ist sofort nach dem Kauf gültig und erfordert kein Anbringen an der Windschutzscheibe, was besonders für Betriebe mit Wechselkennzeichen vorteilhaft ist.
Angepasste Preise für 2026
Die Vignettenpreise wurden für 2026 leicht angehoben. Die Jahresvignette, die vom 1. Dezember 2025 bis zum 31. Januar 2027 gültig ist, kostet zwischen 110 und 120 Euro. Die Preise für Kurzzeitvignetten gestalten sich wie folgt:
- 1-Tages-Vignette: ca. 5 Euro
- 10-Tages-Vignette: ca. 9 Euro
- 2-Monats-Vignette: ca. 28 Euro
Was unverändert bleibt: Sondermaut und Go-Box
Bestimmte Streckenabschnitte wie die Brennerautobahn (A13), der Arlbergtunnel (S16) oder die Tauernautobahn (A10) bleiben Sondermautstrecken und erfordern eine separate Gebühr, die nicht in der Vignette enthalten ist.
Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, wie größere Lieferfahrzeuge oder Reisebusse, bleibt das Go-Box-System unverändert. Die Maut wird hier fahrleistungsabhängig abgerechnet. Auch für Wohnmobile über 3,5 Tonnen ist die Go-Box weiterhin verpflichtend.
Relevanz für die Tourismusbranche
Für die Gastronomie und Hotellerie sind diese Informationen von großer Bedeutung, um Gäste – insbesondere aus dem Ausland – korrekt über die bevorstehende und endgültige Umstellung zu informieren. Eine proaktive Kommunikation über das Ende der Klebevignette ab 2027 stellt einen wichtigen Service dar und hilft, zukünftige Unannehmlichkeiten bei der Anreise zu vermeiden. Auch für die Planung des eigenen Fuhrparks ist die Umstellung auf rein digitale Prozesse ab dem Folgejahr relevant.






