Samstag - 14.02.2026
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Mehrwertsteuersenkung: Kaffee und Tee dürfen nicht außen vor bleiben

TitelbildJulius Meinl

Die angekündigte Reduktion der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ist ein wichtiges Signal zur Entlastung der Haushalte. Doch der Österreichische Kaffee- und Tee-Verband warnt davor, zwei zentrale Produkte des täglichen Bedarfs zu übersehen, und fordert nachdrücklich, Kaffee und Tee in diese Maßnahme einzubeziehen. Für die Gastronomie, die mit steigenden Kosten konfrontiert ist, wäre dies eine entscheidende Entlastung.

Kulturgut und täglicher Bedarf

Kaffee und Tee sind für einen Großteil der österreichischen Bevölkerung ein fester Bestandteil des täglichen Konsums und werden längst als Grundnahrungsmittel wahrgenommen. Insbesondere dem Kaffee kommt in Österreich eine herausragende kulturelle und soziale Bedeutung zu – eine Tatsache, die in der heimischen Kaffeehauskultur tief verwurzelt ist. „Wenn Grundnahrungsmittel steuerlich entlastet werden, muss diese Realität berücksichtigt werden“, betont Tina Antonius, Geschäftsführerin des Verbands.

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Hoher Kostendruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Während viele Lebensmittel des täglichen Bedarfs bereits einem reduzierten Mehrwertsteuersatz unterliegen, werden Kaffee und Tee derzeit mit dem regulären Satz von 20 Prozent besteuert. Gleichzeitig stehen die Preise entlang der gesamten Wertschöpfungskette massiv unter Druck. Die Preise für Rohkaffee haben sich in den vergangenen Jahren aufgrund des Klimawandels und der steigenden globalen Nachfrage vervielfacht – eine Entwicklung, die als strukturell und nicht als kurzfristiges Marktphänomen gilt.

Für die Gastronomie bedeutet dies eine doppelte Belastung: steigende Einkaufspreise bei gleichzeitig hoher steuerlicher Belastung. „Eine steuerliche Entlastung würde helfen, die zunehmenden Kosten zumindest teilweise abzufedern – für Konsumentinnen und Konsumenten ebenso wie für die Gastronomie“, so Antonius.

Ein Appell für die gesamte Branche

Der Österreichische Kaffee- und Tee-Verband appelliert daher an die Bundesregierung, Kaffee und Tee in den Warenkorb der Mehrwertsteuersenkung aufzunehmen. Eine solche Maßnahme würde nicht nur die Haushalte direkt entlasten, sondern auch den Gastronomiebetrieben dringend benötigten Spielraum bei der Preiskalkulation verschaffen. Ziel müsse es sein, den Zugang zu Kaffee und Tee leistbar zu halten, Preissteigerungen nicht weiter anzuheizen und damit eine zentrale Facette der österreichischen Alltags- und Genusskultur zu sichern.

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