Wo die Umwelt im Mittelpunkt steht

Reisen ist ein Grundbedürfnis, wie Studien immer wieder bestätigen. Aber was ist denn nun vertretbar, angesichts der Vorgabe von CO2-Reduktion und steigender Umweltbelastung?

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Gleich einmal vorweg: Einmal im Jahr in den Urlaub zu fliegen, ist vertretbar. Im eigenen Land zu bleiben und mit der Bahn, oder auch dem Auto, an den Urlaubsort zu gelangen, besser. Denn bekanntermaßen verursachen An- und Abreise die meiste CO2 Belastung. Zudem ist Österreich ein Vorbild an nachhaltigen Angeboten.

Doch auch im nahen und fernen Ausland ist es möglich, nachhaltig zu urlauben, man muss nur auf einige Parameter achten.

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Siegel, Klimabündnisse, Zertifizierungen

In Österreich ist das Umweltzeichen der Wegweiser zum nachhaltigen Urlaub schlechthin. Immer mehr Regionen und Unterkünfte haben es. Einfach auf der Seite des BM für Land- und Forstwirtschaft stöbern, da wird man auf jeden Fall fündig. Aber auch internationale Ketten nehmen sich dieses Themas immer mehr an, und treten Klimabündissen bei, lassen sich entsprechend zertifizieren (vorrangig mit Green Key oder Green Globe). Und das darf nicht unterschätzt werden, denn wenn eine Kette mit fast 6.000 Häusern wie Accor oder die Marriott Group mit über 10.000 Häusern alleine nur auf Plastikverzicht setzt, Abfälle reduziert und diese dann noch für Energie- Gewinnung aufbereitet oder Wasserhähne mit Wassersparaufsätzen versieht, dann hat das schon eine enorme Wirkung.

Individuelle Maßnahmen

Zusätzlich hat jeder Hotelier es selbst in der Hand, die Nachhaltigkeitsbestrebungen individuell zu erweitern. Manche tun dies, indem sie Rabatte anbieten, wenn auf die tägliche Zimmerreinigung verzichtet wird. Andere wiederum, wenn die Gäste das Auto stehen lassen und die Öffis benützen. In Österreich gibt es ganze Regionen, die bei öffentlicher Anreise entweder auch Ermäßigungen geben, oder wo die Abholung von Bahnhof kostenlos ist.

Am (Frühstücks)Buffet setzen sich nach und nach vorportionierte Produkte durch: Kleine Schälchen mit Liptauer oder einer Obstmischung, ebenso kommen immer mehr Frühstückskarten ins Spiel, die sowohl Eiergerichte, als auch Käse- und Schinkenplatten per Service anbieten. Bei all diesen Maßnahmen ist ein starker Rückgang an Essensresten zu verzeichnen. Ganz abgesehen davon, dass auch das Buffet von Verwüstungen weitgehend verschont bleibt. Dass der Regionalität und auch Saisonalität Vorrang gegeben wird, muss fast nicht mehr erwähnt werden, denn heimische Hoteliers tun das stark, und die meisten schreiben ihre Produzenten auch an. Nachvollziehbare Herkunft im Praxistest.

Das Gebinde macht viel aus!

Was fast schon flächendeckend zu sehen ist, das sind große Gebinde beim Duschbad und der Körperlotion. Die kleinen Fläschchen, die nach jedem Gast meist halbvoll zwingend im Müll landen, sind nur mehr vereinzelt anzutreffen.

Gleiches gilt für Mineralwasserflaschen, die bei Seminaren zwar noch immer hübsch klein daherkommen, aber im Restaurant schon sehr oft durch große ersetzt werden. Oder überhaupt gleich Leitungswasser angeboten wird, was gerade bei uns eine tolle Alternative ist. Da kann der Gast dann auch gut damit leben, wenn beim Abendessen ein moderater Preis dafür verlangt wird.

Und der Gast selbst? Handtuch bitte nicht täglich auf den Boden, sondern wenn möglich ein zweites Mal verwenden. Zu Hause macht man das ja auch!

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