Nach den Feiertagen werden in der Steiermark rund 430.000 Christbäume entsorgt. Doch anstatt im Müll zu landen, werden sie zu einem wertvollen Rohstoff: Als Hackgut verarbeitet, liefern sie in den steirischen Biomassekraftwerken nachhaltige Wärme und leisten einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung.
Vom Baum zum Energieträger
Damit die Christbäume thermisch verwertet werden können, müssen sie vollständig von Dekorationen wie Lametta, Engelshaar und Christbaumhaken befreit werden. Viele dieser Elemente enthalten schädliche Stoffe wie Schwermetalle oder zerfallen zu umweltschädlichem Mikroplastik. Zerbrochene Kugeln gehören in den Restmüll, nicht in den Glascontainer.
Von den Sammelstellen gelangen die Bäume in Biomassekraftwerke. Rund die Hälfte davon wird thermisch genutzt, was zur Erzeugung von Wärme und Ökostrom führt und rund eine Million Liter Heizöl einspart. Die andere Hälfte der Christbäume wird gehäckselt und kompostiert.
Regionales Engagement
Eine besondere Sammelaktion findet in Hitzendorf in Graz-Umgebung statt. Die Bioenergie Hitzendorf spendet für jeden abgegebenen Baum zwei Euro an die Vinzenz-Gemeinschaft, die bedürftige Familien und Personen im Pfarrverband unterstützt.
Wichtige Hinweise zur korrekten Entsorgung
Christbäume dürfen nicht im Restmüll entsorgt werden. Eine Verwendung als Brennstoff für den Kamin ist möglich, jedoch sollten die Bäume mindestens ein Jahr lang gelagert werden, da Äste und Nadeln explosiv verbrennen können.







