Mit dem Schuljahr 2027/28 treten in Österreich neue, modernisierte Lehrpläne für touristische Schulen in Kraft. Die Reform ist Teil des „Plan Zukunft“ des Bundesministeriums für Bildung und reagiert auf die rasant wachsenden Anforderungen der Arbeitswelt, insbesondere in den Bereichen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit.
Praxisnah und zukunftsorientiert
Die neuen Lehrpläne gelten für Höhere Lehranstalten für Tourismus, Fachschulen, Aufbaulehrgänge und Kollegs an 27 Standorten mit rund 6.900 Schülerinnen und Schülern. Sie verbinden bewährte Inhalte mit Innovationen und bieten den Schulen mehr Freiräume bei Stundentafeln, Unterrichtsinhalten und Lernorganisation, um besser auf regionale Bedürfnisse und die Anforderungen der Tourismusbranche eingehen zu können.
Kompetenzen für die Zukunft
Im Fokus stehen Kompetenzen wie Digitalisierung, KI, Nachhaltigkeit, Demokratiebildung, Individualisierung sowie ein stärkerer Berufs- und Lebensweltbezug. Neue Unterrichtsfächer wie „Marketing und touristische Trends“, „Recht und Demokratie“ sowie „Wirtschaft, Finanzmanagement und unternehmerisches Handeln“ setzen aktuelle Schwerpunkte und fördern digitale und unternehmerische Fähigkeiten.
Stärkung der Fremdsprachen und Praxis
Die zweite lebende Fremdsprache bleibt Teil der standardisierten Reife- und Diplomprüfung, mit erweitertem Fokus auf interkulturelle Kompetenzen und KI-Einsatz. Mit dem neuen Fach „Touristischer Echtbetrieb“ wird die Praxisorientierung insbesondere in Hotellerie und Gastronomie weiter ausgebaut. Das touristische Fachkolloquium verbindet künftig Tourismus und Wirtschaft in der mündlichen Prüfung.
Breiter Beteiligungsprozess
Die Lehrplanentwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Vertretern aus Wirtschaft, Bildung, Arbeitnehmervertretungen, Schülerinnen und Schülern sowie einem Expertenbeirat, der auch die tourismuspolitische Perspektive einbrachte.
Tourismusstrategie Vision T
Die Reform unterstützt die Tourismusstrategie Vision T, die auf moderne Ausbildung, starke Fachkräfte, regionale Profilbildung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit setzt, um den österreichischen Tourismus zukunftsfähig und resilient zu gestalten.






