Unter dem Motto „Wirtschaft stärken. Zukunft sichern.“ wurde in St. Pölten die neue Wirtschaftsstrategie Niederösterreich 2030+ vorgestellt. Rund 200 Personen aus Wirtschaft, Forschung, Interessensvertretungen, Verwaltung und Studierende haben sich an der Erarbeitung dieser Strategie beteiligt, die Niederösterreich als starkes Wirtschafts-, Unternehmer-, Forschungs- und Innovationsland positionieren soll.
Drei Säulen für die Zukunft der Wirtschaft
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte, dass die Wirtschaft Arbeitsplätze sichert, Wertschöpfung schafft und Innovationen vorantreibt. Trotz herausfordernder Zeiten gibt es positive Signale, mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von rund 1,2 Prozent für das laufende Jahr. Das Land will weiterhin optimale Rahmenbedingungen bieten, indem es in Infrastruktur, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz investiert, Bürokratie abbaut und Forschung fördert.
Die neue Wirtschaftsstrategie 2030+ basiert auf drei konkreten Zielen:
- Wettbewerbsfähigkeit stärken: Durch Digitalisierung, Automatisierung, weniger Bürokratie und schnellere Verfahren soll die Produktivität gesteigert werden.
- Wirtschaftliches Fundament stärken: Industrie, Gewerbe, Handwerk, Leitbetriebe, Familienbetriebe, bestehende Unternehmen und Neugründungen sollen durch Investitionsförderungen, Haftungen, Gründerberatung und Unterstützung bei der Erschließung neuer Märkte gefördert werden.
- Innovation und Forschung vorantreiben: Ein besonderes Augenmerk liegt auf neuen Branchen und Märkten wie der Weltraumwirtschaft, Bahntechnologie, Kreislaufwirtschaft und Gesundheitswirtschaft.
Stimmen aus der Wirtschaft und Expertenmeinungen
Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, unterstrich die Bedeutung klarer Rahmenbedingungen und zeigte sich überzeugt, dass bei der Umsetzung „alle an einem Strang ziehen“ werden. Kari Ochsner, Präsident der niederösterreichischen Industriellenvereinigung, hob die Industrie als wesentlichen Faktor für Wohlstand und soziale Absicherung hervor.
Der Fachbeirat Zukunft.Wirtschaft.Niederösterreich, der maßgeblich an der Erarbeitung der Strategie beteiligt war, betonte die Notwendigkeit, auf besondere Nischen zu setzen. Als zukunftsträchtige Nischen wurden Bereiche wie Digitalisierung, smarte Vitalität, Kreislaufwirtschaft und Mobilitätstechnologie genannt.








