Der Verband alpiner Vereine Österreichs (VAVÖ) zieht eine positive Bilanz seiner Kampagne „Notruf aus den Alpen“. Nach intensiver Kampagnenarbeit und breiter Unterstützung der Petition konnte eine Erhöhung der Fördermittel für die alpine Infrastruktur erreicht werden. Die Petition endet am 31. Dezember 2025, doch der Dialog mit der Politik wird 2026 fortgesetzt.
Ein Jahr der Erfolge und erhöhte Fördermittel
Die Kampagne „Notruf aus den Alpen“ hat 2025 wichtige Meilensteine erreicht: Über 105.000 Menschen unterzeichneten die Petition, und das Anliegen wurde im Regierungsprogramm verankert. Die Fördermittel für alpine Schutzhütten und Wege wurden für 2026 und 2027 auf insgesamt 15,44 Millionen Euro erhöht. Das sind jährlich 4 Millionen Euro mehr als bisher, die für wichtige Erhaltungsmaßnahmen zur Verfügung stehen.
VAVÖ-Präsident Gerald Dunkel-Schwarzenberger erklärt: „Diese Entwicklung bestätigt unsere Strategie des konstruktiven Dialogs mit der Politik. Die Bundesregierung hat anerkannt, dass unsere Schutzhütten und Wege kulturelles Erbe, wirtschaftliche Grundlage für den Tourismus sowie ein wichtiger Faktor für den Breitensport und die Volksgesundheit sind.“
Forderung nach langfristiger Finanzierung bleibt bestehen
Trotz der Erfolge hält der VAVÖ an der Forderung nach insgesamt 95 Millionen Euro für die nachhaltige Sicherung der alpinen Infrastruktur fest. VAVÖ-Vizepräsident Günter Abraham betont: „Die aktuellen Schritte sind wichtig und richtig, aber sie können nur der Anfang eines umfassenden Rettungspaketes sein. Für die Umsetzung weiterer notwendiger Maßnahmen braucht es ein vereintes Commitment der Bundesregierung über 2027 hinaus.“ Die Herausforderungen durch Klimawandel, steigende Baukosten und notwendige Großsanierungen bei teils 150 Jahre alten Schutzhütten bleiben akut.
Runder Tisch im neuen Jahr für nachhaltige Perspektiven
Um das Ziel einer langfristigen Finanzierung zu erreichen, wird der VAVÖ die Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern im neuen Jahr fortsetzen. Für 2026 ist ein runder Tisch geplant, an dem die Weichen für eine nachhaltige Finanzierungsperspektive über 2027 hinaus und für das Zukunftsprojekt „Schutzhütten & Wege“ gestellt werden sollen. Das Bergerlebnis und der Aufenthalt im alpinen Raum müssen auch für künftige Generationen gesichert sein.








