Der Gender Pay Gap in Österreich liegt bei 15,5 Prozent, wobei nur ein Drittel der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern strukturell erklärbar ist. ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian betont, dass Österreich damit am unteren Ende des EU-Rankings steht. Er reagiert mit Nachdruck auf Berichte, wonach Arbeitgeber die Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie verzögern könnten.
Transparenz als wirksames Mittel gegen unfaire Lohnunterschiede
Die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz, die bis zum 7. Juni 2026 in österreichisches Recht umgesetzt werden muss, bietet einen entscheidenden Hebel, um ungerechtfertigte Gehaltsunterschiede zu beseitigen. Katzian appelliert an die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein der Arbeitgeber: „Wer Frauen fair bezahlt, hat nichts zu befürchten. Transparenz ist kein Angriff auf Unternehmen, sondern ein Werkzeug für Fairness.“
Kritik an symbolischen Gesten ohne nachhaltige Wirkung
Katzian kritisiert, dass bloße Feiertagsreden, wie sie am Frauentag gehalten werden, nicht ausreichen, um echte Gleichstellung am Arbeitsmarkt zu erreichen. Stattdessen fordert er konkrete Maßnahmen und eine termingerechte Umsetzung der Lohntransparenzrichtlinie, um nachhaltige Fortschritte zu erzielen.








