Nach der Absage der Kollektivvertragsverhandlungen in der Hotellerie und Gastronomie kritisiert Walter Veit, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), den Vida-Vorsitzenden Roman Hebenstreit scharf. Veit wirft Hebenstreit vor, mit seinem „Rundumschlag“ und „Ego-Trip“ das Vertrauen zerstört zu haben, das durch jahrelange Verhandlungen aufgebaut wurde.
Zerstörtes Vertrauen und verhinderte Lösungen
„Wir haben mit der Gewerkschaft einen neuen Rahmen-Kollektivvertrag, klare Verbesserungen für Beschäftigte und KV-Abschlüsse im absoluten Spitzenfeld verhandelt. Lassen wir eine Einzelperson auf einem Ego-Trip das alles zerstören?“, so Veit. Er bezeichnet das Platzen der KV-Verhandlungen als „Armutszeugnis“, das viel Vertrauen zerstört habe.
Veit kritisiert Hebenstreits Forderung nach einem Gütesiegel für Arbeitgeber: „Von anderen hohe Standards fordern und selbst nicht einmal ein Mindestmaß an Anstand an den Tag zu legen, das geht sich nicht aus.“
Paartherapie oder schmutzige Scheidung?
Um den Schaden von Hebenstreits Unterstellungen zu verdeutlichen, dreht Veit den Spieß um: „Würden Arbeitgebervertreter wegen einzelner Betrugsfälle mit falschen Krankenstandmeldungen kriminelle Vereinigungen herbeifantasieren, wäre der Skandal unvorstellbar. Zu Recht.“
Veit ist skeptisch, ob eine „Paartherapie“ noch helfen kann, da die Situation eher nach einer „schmutzigen Scheidung“ aussehe. Dennoch appelliert er: „Es darf nicht um ein einziges Ego gehen, es geht um mehr als 225.000 Beschäftigte – guter Wille auf Gewerkschafts-Seite vorausgesetzt!“
Die geplatzten Verhandlungen und die gegenseitigen Vorwürfe belasten das Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern in der Tourismusbranche erheblich und erschweren die Suche nach Lösungen für die drängenden Herausforderungen der Gastronomie und Hotellerie.









