Montag - 19.01.2026
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Starker Start in die Wintersaison, aber Kostendruck und Kaufkraftschwund fordern Branche

TitelbildÖHV

Die österreichischen Hotels verzeichnen zu den Feiertagen eine gute Auslastung. Dennoch warnt Walter Veit, Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV), vor den Herausforderungen durch enormen Kostendruck und Kaufkraftschwund. Er fordert bereits jetzt mehr Werbung für ein starkes Saisonfinale.

Volle Betten, aber nicht volle Kassen

„Zu den Feiertagen sind die Regionen gut gebucht. Aber volle Betten heißen nicht automatisch volle Kassen“, bringt Veit die Situation auf den Punkt. Steigende Kosten für Lebensmittel, Energie und Dienstleistungen belasten die Betriebe. Daher sei es entscheidend, die Saison über die gesamte Dauer optimal auszuschöpfen.

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Viele Hotels berichten von rückläufigen Nebenausgaben bei Standardzimmer-Buchungen. Im wichtigen deutschen Markt schwächelt die Nachfrage, während die USA und Asien zulegen. Internationale Gästekarten-Programme wie der Indy Pass und der Epic Pass helfen, internationale Aufmerksamkeit und Gäste zu gewinnen. Veit warnt vor Investitions-Staus auf Destinationsebene: „Wer am falschen Platz spart, büßt Attraktivität ein.“

Advent und Großevents als Zugpferde

Destinationen, die den Advent professionell inszenieren, ernten die Früchte ihrer Marktbearbeitung und Angebotsentwicklung. „Das bringt Stimmung, Reichweite, Gäste, belebt ganze Regionen“, so Veit. Ähnlich verhält es sich mit Konzerten: Skidestinationen haben mit ihren Saison Openings Routine entwickelt, Stars und Gäste aufs Land zu bringen, was Wertschöpfung im großen Stil generiert – von Schladming mit den Backstreet Boys über Ischgl mit Rita Ora oder Obertauern mit Seiler und Speer.

Saison kompakter, Frühjahr braucht Rückenwind

Die Nachfrage im Frühjahr lässt deutlich stärker nach als früher, mit Buchungen für März, die merklich unter Normalniveau liegen. Highlights zum Saisonfinale wie Ischgl mit Christina Aguilera oder Sölden mit dem Electric Mountain Festival helfen. Die Branche wünscht sich ergänzend mehr Werbung: „Die Alpen sind im Frühjahr ein echtes Schmuckkästchen, zeigen sich von ihrer besten Seite“, hebt Veit die Angebotsvielfalt hervor. Diese gehöre in die Auslage: „Weil für jeden etwas dabei ist, vom klassischen Sonnenskilauf bis hin zum Mountainbiken, von Wellness gar nicht zu reden. Alles zur gleichen Zeit, Angebote für die ganze Familie. Der März hat so viel Potenzial. Mit etwas mehr werblichem Rückenwind können wir das voll ausspielen.“

Für die Gastronomie und Hotellerie ist die Botschaft klar: Trotz guter Buchungslage zu den Feiertagen müssen Betriebe und Destinationen aktiv bleiben, um die gesamte Saison erfolgreich zu gestalten und den Herausforderungen durch Kostendruck und Kaufkraftschwund zu begegnen.

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