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Süße Verantwortung: Wenn Zucker, dann bitte rot-weiß-rot!

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Nicht nur zu Feierlichkeiten wie Ostern oder Weihnachten ist die österreichische Kulinarik geprägt von süßen Köstlichkeiten: Kaiserschmarrn, Sachertorte, Germknödel, Salzburger Nockerl, Apfelstrudel oder Marillenknödel stehen das ganze Jahr über beim Wirten und im Kaffeehaus auf der Speisekarte – und all das ist nicht nur bei Touristinnen und Touristen beliebt.

Traditionell österreichische Süßspeisen enthalten selbstverständlich heimischen Zucker – oder? Die Realität ist: Meistens ist für die Gäste nicht klar ersichtlich, woher der Zucker kommt. Auf der einen Seite produzieren wir in Österreich hochwertigen Rübenzucker, auf der anderen Seite importieren wir große Mengen aus dem Ausland. Heimischer Zucker ist etwa mit kürzeren Transportwegen und einem verhältnismäßig geringen ökologischen Fußabdruck verbunden. Außerdem ist die Zuckerrübe ein Tiefwurzler und schafft so einen guten Boden. Aber die österreichische Zuckerproduktion steht vor großen Herausforderungen: Beispielsweise werden aus wirtschaftlichen Gründen immer weniger Zuckerrüben angebaut. Das liegt etwa daran, dass die Produktionskosten steigen und sich Österreich nur schwer gegen die ausländische, oft billiger produzierende, Konkurrenz durchsetzen kann. Im Ausland dürfen nämlich bestimmte Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, die in Österreich verboten sind. Die Folge: Ernteausfälle – die dann bei uns zu höheren Kosten führen.

Gerade jetzt zählt der Griff zu rot-weiß-rotem Zucker. So unterstützt die Gastronomie die österreichische Rübenproduktion und damit auch unsere kultivierte Landschaft, wegen der Touristinnen und Touristen, die bei uns Urlaub machen. Genauso wertvoll: die Herkunft transparent machen. Die Geschichten und Traditionen hinter den angebotenen Speisen erzählen und das feine Lebensmittel hervorheben, das seit etwa zwei Jahrhunderten in Österreich produziert wird. Das schafft Vertrauen bei den Gästen – da schmeckt die Mehlspeise gleich doppelt so gut. Gemeinsam mit Apfelstrudel, Kaiserschmarrn und Co. wird so ein starkes Zeichen für mehr Regionalität aufgetischt. Zucker ist mit einer Prise Verantwortungsbewusstsein verbunden. Gastronominnen und Gastronomen können mit ihrem Handeln einen wichtigen Beitrag leisten – damit unserer Zuckerproduktion weiterhin eine süße Zukunft bevorsteht.

Maria Fanninger ist Mitbegründerin von Land schafft Leben. Der unabhängige und unpolitische Verein klärt über die Produktion österreichischer Lebensmittel auf und schafft Bewusstsein bei Konsumenten.
Maria Fanninger ist Mitbegründerin von Land schafft Leben. Der unabhängige und unpolitische Verein klärt über die Produktion österreichischer Lebensmittel auf und schafft Bewusstsein bei Konsumenten.

 

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