Das Ostergeschäft in Österreich erlebt eine digitale Revolution. Aktuelle Wolt-Daten zeigen ein klares Muster: Neben traditionellen Feiertagsritualen dominieren zunehmend spontane Bestellungen von Süßigkeiten, Schokolade und Last-Minute-Besorgungen.
Der digitale Osterkorb
Vergessen Sie lange Warteschlangen und volle Einkaufswagen. Österreich feiert Ostern zunehmend auf Knopfdruck. Die Wolt-Analyse zeigt, dass besonders in den Tagen vor Ostern die Nachfrage nach Süßigkeiten und Desserts explodiert. Cookies, Brownies, internationale Schokoladenspezialitäten sowie klassische Bäckerei-Snacks wie Zimtschnecken und Croissants sind Top-Seller. Hier liegt eine goldene Chance für Bäckereien, Konditoreien und Cafés, ihr Angebot über Lieferdienste zu erweitern und damit neue Kundensegmente zu erschließen.
Doch es geht nicht nur um Süßes: Die Daten offenbaren auch einen Trend zu deutlich größeren Warenkörben, insbesondere bei Familienbestellungen kurz vor den Feiertagen. Einzelne Bestellungen erreichten 2025 Werte von über 300 Euro. Ein Beispiel aus Salzburg zeigt eine Palatschinken-Bestellung im Wert von 254 Euro, während eine gesunde Alternative mit Salaten für 318 Euro aufgegeben wurde. Dies unterstreicht das Potenzial für Gastronomen, die ein breites Spektrum an Speisen anbieten.
Last-Minute-Logistik
Während traditionelle Osterbäckerei weiterhin offline geschätzt wird, ergänzen spontane Online-Bestellungen das Fest zunehmend. Neben Süßem werden verstärkt Getränke, Snacks und frische Produkte über Wolt geordert. Besonders beliebt sind Biere von lokalen Brauereien wie Ottakringer, Stiegl und Wieselburger, Softdrinks sowie Obst und Gemüse wie Bananen und Avocado. Selbst florale Frühlingsboten wie Tulpen zählen zu den meistbestellten Non-Food-Artikeln.
Für Gastronomen bedeutet dies: Wer seine Produkte über Lieferdienste anbietet, kann von dieser Spontanität profitieren. Es geht darum, den Kunden den Stress vor den Feiertagen zu nehmen und ihnen eine bequeme Lösung für Last-Minute-Einkäufe und Genussmomente zu bieten. Die Kombination aus traditionellen Festen und modernen Bestellgewohnheiten zeigt, dass Ostern zwar ein Fest der Klassiker bleibt, aber zunehmend digital ergänzt wird.
Regionale Spezialitäten im digitalen Schaufenster
Trotz des digitalen Wandels bleiben regionale Spezialitäten ein wichtiger Bestandteil des Osterfestes. Ob Pinze im Osten, Kärntner Reindling im Süden oder Fochaz in Tirol – die Vielfalt ist groß. Diese regionalen Produkte, die oft von lokalen Bäckereien und Manufakturen stammen, können über Lieferdienste einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden. Dies stärkt nicht nur die Wertschöpfung in der Region, sondern fördert auch die Bekanntheit traditioneller Spezialitäten.








