Die Rede ist von Pizza und Pasta, die in ihrer Vielfalt zu Recht die Welt erobert haben. Doch es gibt nicht die typische Pizza oder die typische Pasta in Italien, die regionalen Unterschiede sind groß und das macht in Summe die Vielfalt aus.
Nudeln, nicht nur aus Weizen
Nudeln sind wahrscheinlich deshalb so beliebt, weil sie so abwechslungsreich sind und einfach gut schmecken. Aus Mehl, Wasser, Salz und eventuell Eiern ist schnell ein Teig bereitet, aus dem die unterschiedlichsten Formen und Gerichte gezaubert werden können. Kaum ein Land hat so viele Nudelformen und -variationen wie Italien und die Nudeln werden hauptsächlich aus Hartweizen hergestellt. Aber unterschiedliche Mehle, Kräuter und Zutaten aus der Region, wie Maroni- oder Kletzenmehl, können genauso im Pastateig landen, wie färbendes Gemüse oder Hülsenfrüchte für den Geschmack. Auch die Anzahl der Eier ist von Rezept und Region unterschiedlich. Frische Pasta und auch der Teig für Teigtaschen ist meist reich an Eiern, getrocknete, fertige Pasta von den meisten Herstellern ist eierfrei.
Pasta ist gesund
Als Dickmacher oder als ungesund bezeichnet, haben es kohlenhydratreiche Lebensmittel schwer. Aber nicht alle Kohlenhydrate kann man in einen Topf werfen. Wird die Stärke aus Vollkornprodukten aufgenommen, so verzögern die vielen Ballaststoffe nochmals die schnelle Aufnahme und man bleibt länger satt. So ist auch bei Pasta die Vollkornvariante die beste Möglichkeit, den Körper mit wertvoller Energie zu versorgen. Seit einiger Zeit werden auch Pasta aus Linsen-, Kichererbsen-, Hanfmehlen, und zahlreichen Mehlen bereitet, die bei gesundheitlichen Problemen wie Unverträglichkeiten oder Diabetes Sinn machen, sich aber im Geschmack und vor allem im Biss vom Original unterscheiden. Aus Linsenmehl sind die Nudeln meist mehliger, passen aber sehr gut zu Saucen mit Tomaten, Spinat und Chili. Pilze und Kräuter harmonieren mit dem leicht nussigen Geschmack der roten Linsenpasta perfekt.
Pizza, der Teig braucht Zeit
Die Neapolitaner haben die Pizza erfunden und belegen sie noch immer mit regionalen, einfachen Zutaten. Der neapolitanische Pizzateig ist einfach und besteht aus wenigen Zutaten, Weizenmehl der Type 00, Wasser, Salz und ganz wenig Hefe, das ist alles, und er hat lange Ruhezeiten. Besonders Gesundheitsbewusste bevorzugen Pizza mit Vollkornteig, die in Pizzerias aber nur sehr selten bis gar nicht angeboten wird, ebenso wie glutenfreie Pizza, für die eine spezielle Mehlmischung verwendet wird.
Jede Pizzeria besitzt ihr Teigrezept, aber es schmeckt meist sehr ähnlich und den Unterschied macht oft, wie dick die Bodenstärke ist. In Amerika ist ein dicker Pizzaboden beliebt, in Italien ist er hauchdünn, wir liegen eher mittendrin. Entscheidend ist daher, was draufkommt, und für den Belag gibt es etwa genauso viele Möglichkeiten, wie es Saucen für die Pasta gibt.





