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Warnende Hinweise, dass die Pensionszuschüsse den Bundeshaushalt belasten, führen augenblicklich zu einem Aufschrei. Dabei sollte das im Jahr 1906 (Sie lesen richtig) für Männer mit 65 Jahren festgesetzte Pensionsalter wirklich einmal an die Lebenserwartung angepasst werden. Denn die hat sich seither fast verdoppelt. Die Reaktion der Gewerkschaft war durchschaubar. Wie auch bei der Forderung, den Anstieg der Krankenstandstage unter die Lupe zu nehmen: „Nein zum Pauschalverdacht!“, heißt es da. Gilt das auch für Steuerprüfungen, Planquadrate und die Matura? Wenn nicht, warum prüfen wir dann dort? Und wo bleibt der Aufschrei, wenn in der Arbeitszeit und auf Kosten der Arbeitgeber Fragebögen zur psychischen Belastung am Arbeitsplatz ausgefüllt werden sollen?

Jedenfalls ist der Anstieg auf ein neues Rekordniveau von 13 Krankenstands- Tagen 2019 auf 15 heuer besorgniserregend. Das sollte man sich genauer ansehen. Denn die Ergebnisse würden helfen, die Beschäftigten gesünder zu machen. Vielleicht mehr als so manche Evaluierung.

Walter Veit ÖHV-Präsident
Walter Veit ÖHV-Präsident
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