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Das Fundament der perfekten Pizza

Die Pizza ist der unangefochtene Umsatzbringer in der Gastronomie. Doch der Erfolg steht und fällt mit der Qualität des Teiges. Er entscheidet über Textur, Bekömmlichkeit und Geschmack.

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Wer sich als Gastronom abheben will, darf die Teigherstellung nicht dem Zufall überlassen. Ein exzellenter Teig reduziert zudem den Wareneinsatz, da Qualität hier durch Handwerk und Zeit statt durch teure Toppings entsteht.

Ein Teig, viele Identitäten

Je nach regionalem Stil verlangt das Menü nach einer ganz spezifischen Teigstruktur. Der Boden muss perfekt auf die Backtemperatur und den Ofentyp abgestimmt sein:

  • Neapolitanische Pizza (Pizza Napoletana): Sie lebt von einem weichen, elastischen Teig. Der Rand (Cornicione) geht im Ofen bei über 450 °C explosionsartig auf, wird innen fluffig-hohl und wirft außen dunkle Brandflecken („Leoparding“). Der Boden bleibt extrem dünn.
  • Römische Pizza (Tonda Romana): Hier ist das Ziel maximale Knusprigkeit („scrocchiarella“). Der Teig wird sehr dünn ausgerollt, enthält Olivenöl für die Mürbigkeit und wird bei niedrigeren Temperaturen (ca. 320 °C) länger gebacken, um ihm die Feuchtigkeit komplett zu entziehen.
  • Pizza in Teglia (Blechpizza): Ideal für Delivery und Street Food. Sie benötigt eine hohe Hydratation (Wasseranteil ab 75 %), damit der Boden in der geölten Pfanne dick, aber innen extrem luftig, großporig und außen kross gebacken werden kann.

Warum Zeit gleich Umsatz ist

Die Fermentation ist der Schlüssel zur Bekömmlichkeit. Während der kontrollierten Reifung spalten Enzyme die komplexen Stärkemoleküle in einfache Zucker auf. Ein unvollständig gereifter Teig gärt im Magen des Gastes weiter, das sorgt für Durst und Völlegefühl. In der Gastronomie haben sich zwei Wege etabliert:

  • Kalte Teigführung (Frigo-Methode): Der Teig reift bei 4 bis 6 °C für 24 bis 72 Stunden im Kühlhaus. Die Hefeaktivität wird gebremst, während die enzymatischen Prozesse weiterlaufen. Das Ergebnis ist ein extrem aromatischer, leicht verdaulicher Teig.
  • Warme Teigführung: Bei Raumtemperatur (20–22 °C) reift der Teig in 8 bis 12 Stunden. Dies erfordert aufgrund von Temperaturschwankungen ein präzises Timing, spart aber Kühlkapazitäten im Betrieb.
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