Es ist wie das Amen im Gebet: Verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage, werden politische Auseinandersetzungen härter. Wähler wechseln in Scharen zur Opposition. Regierungsparteien verfallen in Panik. Die Vernunft: ausgeschaltet. Das Vertrauen in Politik und Parteien sinkt: ein bekanntes Muster.
Doch was jetzt los ist, übertrifft alles Dagewesene: Politiker ziehen einander nicht mehr nur gegenseitig in den Schlamm. Es geht jetzt gegen alle: Finanzprüfer finden 20 Steuerhinterzieher, es geht um 5 Mio. Euro, verteilt über mehrere Jahre – und schon startet die nächste Kampagne des Finanzministers gegen die ganze Branche. Nachdem er uns schon als Inflationstreiber hingestellt hat.
Bringt so eine Sündenbock- Politik enttäuschte Wähler zurück? Sicher nicht. Dazu bräuchte es Reformen, Entlastungen, echtes Bemühen. Nur davon ist keine Spur zu sehen.









