Viele Pflanzenteile wie Schalen, Strünke und Blätter werden weggeworfen, weil sie als ungesund, ungenießbar oder nicht schmackhaft gelten. Die meisten dieser vermeintlichen Abfälle können aber weiterverwendet werden. Gerade jetzt im Herbst beginnt die Kohlsaison und bei kaum einer Gemüsefamilie fällt so viel Bioabfall an. Bereits im Garten oder auf dem Feld wird nur ein Teil der Staude geerntet, zum Beispiel nur die Brokkoliröschen, nicht aber Stiel und Blätter, obwohl diese gut schmecken und nicht ungesund sind. In der Küche fallen nochmals Reste an, wie etwa die Rippen beim Grünkohl oder die Strünke bei Krautköpfen. Doch auch diese schmecken gut, man muss sie nur in der Küche kreativ verwerten. Beim Grünkohl werden die Blätter von den Rippen gezupft und für Eintöpfe und Gemüsezubereitungen verwendet, die Rippen werden weggeworfen. Sie schmecken aber angenehm nach Kohl, sollten aber ein paar Minuten in Salzwasser gekocht werden und dann kleingeschnitten im Wok gebraten, im Backteig herausgebacken oder einfach paniert werden. Strünke dagegen schmecken intensiver nach Kohl und sind fest. Daher zuerst kochen und dann langsam, aber länger braten.
Zutaten:
- Rippen vom Grünkohl
- Zitronensaft
Panier:
- Salz und Pfeffer
- 2 Eier
- 3 Esslöffel Schlagobers
- Mehl und Brösel zum Panieren
- Rapsöl oder Butterschmalz zum Ausbacken
Zubereitung:
- Grünkohl von den Rippen zupfen und für Grünkohlrezepte verwenden. Die Rippen in 10 cm lange Stücke schneiden.
- Ins Kochwasser reichlich Salz und etwas Zitronensaft geben. Kohlrippen zwei Minuten bissfest köcheln lassen.
- Kochwasser abgießen und die Kohlrippen kalt abspülen und auskühlen lassen.
- Eier in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer und Schlagobers verquirlen.
- Kohlrippen doppelt panieren. Dazu die Kohlrippen zuerst in Mehl wenden, anschließend in verquirltem Ei und zuletzt in Bröseln wälzen. Die Rippen nochmals in Ei wälzen und in Bröseln wenden.
- So viel Öl in einem Topf erhitzen, dass die Rippen schwimmend goldgelb herausgebacken werden können. Das Gemüse herausnehmen und das überschüssige Fett auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
- Zu den Grünkohlrippen passt ein Knoblauchdip.







