Für mehr als vierzig Prozent ist es die Marmelade. Das ergeben die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Staud’s Wien. Schaut man sich das genauer an, sind Marmeladearten unter verschiedenen Generationen unterschiedlich beliebt. Die klassische Konfitüre mit 50 bis 60 Prozent Frucht findet bei der Generation 65 plus den größten Zuspruch. Jüngere unter dreißig Jahren greifen lieber zu alternativ gesüßten Varianten. Da Marmeladen zudem frei von jeglichen tierischen Produkten sind, entsprechen sie auch modernen Ernährungsweisen.
Aus der Region
Die Österreicher mögen es nicht nur süß, sondern auch regional. Diesen Wunsch gehen viele Betriebe schon nach, indem sie entweder von lokalen Produzenten ihre Konfitüren beziehen oder sie gar selbst herstellen. Ein absoluter Klassiker ist die Marillenmarmelade. Umso ernüchternder wirkt der Blick in die Regale. Nur fünf Prozent der landesweit erhältlichen Marillenmarmeladen bestehen ausschließlich aus österreichischen Früchten. Wer die Augen offen hält, findet in der eigenen Umgebung Betriebe, deren Früchte keine langen Transportwege hinter sich haben. Das gilt für die klassische Marillenmarmelade ebenso wie für andere Sorten, die zu dieser Jahreszeit gerne mit Lebkuchengewürz, Pumpkin Spice oder ähnlichen Aromen verfeinert werden.
Land der Berge, Land der Imker
Und wenn es nicht die Marmelade ist, dann ist es der Honig. Für 30 Prozent gehört er am Morgen einfach dazu. Auch hier ist der Griff zu lokal produziertem Honig naheliegend, schließlich verzeichnete Österreich im vergangenen Jahr insgesamt 36.369 Imker, auch wenn der Großteil davon kleinbetrieblich strukturiert ist. Vor zehn Jahren waren es noch ein Viertel weniger. Ein Blick in die direkte Umgebung genügt meist, um einen lokalen Produzenten zu finden. Vor allem für jene Betriebe, die sich in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark befinden, wo 60 Prozent der Imkereibetriebe beheimatet sind. Manche Häuser gehen noch einen Schritt weiter und halten eigene Bienen, etwa am Dach. Zahlreiche Betriebe machen es vor, so auch das Hotel Daniel in Wien, das seit 2012 eigene Völker von einem professionellen Imker betreuen lässt. Honig aus eigener Produktion eignet sich zudem auch als nettes Mitbringsel.
Falls es statt Honig lieber vegan sein soll, gibt es inzwischen viele Anbieter, die Alternativen aus Blumenextrakten wie Ringelblume, Gänseblümchen oder Tanne herstellen. So nehmen Honig, Marmeladen und ihre Alternativen jeden Morgen ihre feste Rolle ein, und wenn nicht in der Früh, dann aktuell in den Weihnachtskeksen.







