Ursprünglich aus einfachen Zutaten bereitet, wie Mehl, Topfen und Brot, oder aus Resten, wie altbackenen Semmeln oder Kartoffeln vom Vortag, hat sich eine regionale Knödelvielfalt entwickelt. Es gibt nicht den einen Kartoffelknödel oder Grießknödel, sondern eine Fülle davon! Für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Rauf in die Hütte
Der Knödel ist mehr als nur eine sättigende Beilage, er ist heimische Esskultur, die für Regionalität und Genuss steht. Vor allem die Alpine Küche ist davon geprägt und so findet man auf Berghütten gerne schmackhafte Knödelvariationen. Das Knödeltris mit brauner Butter in Südtirol, Kaspressknödel in der Suppe oder mit Salat oder Tiroler Speckknödel in den westlichen Bundesländern, stehen für Comfort Food für Bergsteiger. Nach einer anstrengenden Wanderung liefern sie die nötigen Kohlenhydrate und Energie, und sie vermitteln ein Gefühl von herzhafter Gemütlichkeit. Für den Hüttenwirt sind sie auch aus logistischen Gründen ideal für die Speisekarte, denn die Grundzutaten lassen sich gut lagern und die Knödel für Spitzenzeiten vorbereiten.
Wohl geformt
Aber nicht nur am Berg ist der runde Genuss gefragt, er ist wieder fixer Bestandteil der gut bürgerlichen Küche. Auch in der gehobenen Gastronomie wird der Knödel wieder entdeckt oder modern interpretiert. Er lässt sich aus einfachen und kostengünstigen Zutaten zubereiten und ist die perfekte Verwertung von Resten. Denn es gibt kaum ein Lebensmittel, das man nicht zu Knödeln verarbeiten könnte. Gemüse, Gebäck, Fleisch und Gebratenes, aber auch Süßes wie Obst und Schokolade sind eine ideale Fülle. Und wenn ein Knödel übrig bleibt, kann man sich gleich auf das nächste schmackhafte Gericht freuen: Geröstete Semmelknödel mit Ei oder dünnblättrig geschnittene Semmelknödel als Salat. Vom Knödel bleibt wirklich nichts übrig.
Rund geformt, fest, aber doch flaumig, so ist der ideale Knödel. Gekocht oder gebacken, überzeugt er pikant oder süß am Teller. Topfenknödel, legendäre Obstknödel zur Saison oder gebackene Grießknödel, Freunde der süßen Küche kommen so voll auf ihre Kosten. Wer lieber ein kaltes Dessert bevorzugt, liegt wieder mit einem Knödel richtig. Die Idee, die klassische Marille und auch den flaumigen Topfenteig der Hülle durch Eis zu ersetzen, bringt die eiskalte Variante der Marillenknödel in Form eines Eisknödels auf den Teller. Ideal zum Abkühlen an heißen Tagen.







