Gemüse steht nicht bei jedem hoch im Kurs und auch Salat mögen nicht alle. Meist sind es Kohlsorten, aber auch Zucchini oder Spinat, die wenig Anklang finden. Es ist der Geschmack, auch mal die Konsistenz oder der Geruch, die einem nicht zusagen.
Es muss auch nicht jeder alles mögen! Viele gesunde Stoffe, wie Bitterstoffe oder herb schmeckende Inhaltsstoffe, wurden in den letzten Jahrzehnten vermehrt weggezüchtet. Rukola schmeckt weniger würzig, Radieschen weniger scharf und Endivien weniger bitter. Abgesehen von Wildkräutern sind wir intensiv schmeckendes Gemüse daher weniger gewohnt. So darf es auch nicht verwundern, dass besonders ein Salat, der eigentlich nach nichts schmeckt, sich durchgesetzt hat.
Die Rede ist vom faden Eisbergsalat. Er wurde gezüchtet, um lange Transporte gut zu überstehen, und das tut er auch. Die Gastronomie hat ihn inzwischen für sich entdeckt, da er gut lagerbar ist, leicht zu waschen ist, und trotz Marinade lange knackig bleibt. Genuss ist er trotzdem keiner, da er nur fade schmeckt. Eigentlich lebt er nur von der Marinade und seinem Biss, findet sich aber immer häufiger auf den Salattellern. Auch wenn Salat bezüglich der Gesundheit überbewertet wird, Eisbergsalat hat kaum einen gesunden Inhaltsstoff. Er ist nur knackiges, hellgrünes Wasser als Blatt verpackt. In die Empfehlungen, drei Mal am Tag eine Portion Gemüse zu essen, sollte man Eisbergsalat eigentlich nicht dazuzählen. Schade, dass er gesündere und besser schmeckende Salate vom Teller verdrängt!







