SALESIANER und Saubermacher haben ein zwölfmonatiges Pilotprojekt gestartet, um Alttextilien aus professionellen Wäschereien zu recyceln. Ziel ist es, geschlossene oder teilgeschlossene Textilkreisläufe für gewerblich genutzte Textilien zu entwickeln und CO₂-Einsparungen zu erzielen. Das Projekt konzentriert sich auf Arbeitskleidung sowie Hotel- und Gesundheitswäsche.
Herausforderungen und Potenziale
Professionelle Textilien stellen die Kreislaufwirtschaft vor besondere Herausforderungen aufgrund von Materialmischungen, Verschleiß und Verunreinigungen. Gleichzeitig bieten sie ein hohes Potenzial für sortenreines Recycling aufgrund großer Mengen anfallender Alttextilien. Im Fokus des Projekts stehen die Reduktion der thermischen Verwertung, die Bewertung des Recyclingpotenzials und die Generierung belastbarer Daten für eine spätere Skalierung.
Zusammenarbeit für nachhaltige Lösungen
Andreas Opelt, CEO von Saubermacher, betont die Bedeutung der Zusammenarbeit, um gebrauchte Textilien einer stofflichen Verwertung zuzuführen und neue Wege abseits der thermischen Verwertung aufzuzeigen. Phillip-Sebastian Marchl, COO SALESIANER Österreich, ergänzt, dass das Pilotprojekt konkrete Grundlagen für eine funktionierende textile Kreislaufwirtschaft schaffen soll.
Projektablauf und Analyse
Im Rahmen des Projekts werden Alttextilströme aus SALESIANER-Standorten gesammelt, nach Materialqualitäten und Recyclingfähigkeit sortiert und geeignete Fraktionen einem stofflichen Recycling zugeführt. Zusätzlich werden operative Machbarkeit, wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie Potenziale für CO₂-Einsparungen und ökologische Effekte analysiert.
Expertise und Koordination
SALESIANER bringt den direkten Zugang zu gebrauchten Textilien, Know-how zu Materialarten und Nutzungszyklen sowie die Organisation der Sammlung und des Transports ein. Saubermacher verantwortet Lagerung, Sortierung, Materialbestimmung, Bewertung geeigneter Recycling- und Verwertungswege sowie die Projektdokumentation. Gemeinsam entwickeln die Unternehmen Sammel- und Logistikkonzepte, identifizieren relevante Textilströme und arbeiten an einer fundierten Ökobilanzierung.







