Seit Anfang des Jahres ist Stefan Brandlehner Geschäftsführer des neu gegründeten Tourismusverbandes Salzkammergut und ist auch für die Marketing- und Vertriebsagenden der länderübergreifenden Destinationsmanagementorganisation (DMO) Salzkammergut verantwortlich. GASTRO sprach mit ihm über Herausforderungen, Chancen und die starke Marke Salzkammergut.
Das Salzkammergut ist seit Jahrzehnten Synonym für die klassische Sommerfrische. Berge und Seen, Kultur und Kulinarik, Erholung und Action. In Zeiten des wandelnden Tourismus‘ steht aber auch das Salzkammergut vor Herausforderungen. Insbesondere das Thema Ganzjahrestourismus steht auf der Agenda ganz oben. Einige Betriebe, die auch eine entsprechende Infrastruktur aufweisen können, machen das zwar bereits. Derzeit sind die Öffnungszeiten aber noch ganz unterschiedlich, wie es auch die Regionen sind. Das Dachsteingebiet kann man nicht mit dem Wolfgangsee vergleichen und das ist nicht das einzige Beispiel. Das Salzkammergut als Ganzjahresdestination soll mit starkem Kulturbezug und starker Kulinarik einhergehen, und das soll auch noch besser vermarktet werden.
Neue Organisationsstrukturen
Auch die Organisation wurde neu aufgestellt, denn da der Tourismus Bundesländersache ist, und somit nicht alle Bundesländer die gleichen Gesetze und Ziele haben, wurden Organisation und Vermarktung getrennt. Der neue Tourismusverband Salzkammergut ist dabei für Marketing und Vertrieb zuständig.
Gemeinsame Kampagne
Die aktuelle Kampagne „Salzkammergut verbindet“ wird allerdings über alle drei Bundesländer ausgespielt, wobei auch hier Schwerpunkte in der Umsetzung gesetzt wurden. Der Tourismusverband Salzkammergut stellt dabei den Content zur Verfügung und entscheidet, welche Produkte beworben werden. Das Budget kommt von allen, anteilig an deren Anteil im Salzkammergut.
Sommerfrische international
Der Begriff Sommerfrische wird weiterverwendet und soll neben den Kernmärkten Österreich und Deutschland auch internationale Gäste bringen. Aktuell steht gerade der amerikanische Markt im Fokus, der Gäste über den Flughafen Frankfurt zum Städtetrip nach Salzburg Stadt bringt. Um diese internationalen Gäste auch weiter hinein ins Salzkammergut zu bringen, wird an Mobilitätslösungen weitergearbeitet. Ein erster Meilenstein wurde schon 2025 mit der Salzburg-Mobilitäts-Card gesetzt, mit welcher man schon jetzt kostenlos von Salzburg nach Bad Ischl kommt.
Das Salzkammergut ist eine starke Marke und das Ziel ist es, diese Marke im gesamten Salzkammergut noch mehr in die Auslage zu stellen.
Herr Brandlehner, wo soll das Salzkammergut in einem Jahr stehen?
Die positive Stimmung soll beibehalten werden und die gemeinsame Sache der Kampagne weiter betrieben werden.







