Wien bekommt eine neue Adresse für Bar- und Hospitality-Kultur. Anfang September wollen Jakob und Albert Trummer mit dem „Sanatorium“ am Dr.-Karl-Lueger-Platz ein Konzept eröffnen, das Cocktailbar, Kulinarik, Kunst und Nightlife miteinander verbinden soll.
Für Jakob Trummer ist es zugleich eine Rückkehr nach Wien. Nach Jahren in der internationalen Hospitality-Szene bringt er Erfahrungen aus Unternehmen und Konzepten wie Tao Group und Bagatelle Group zurück in die österreichische Hauptstadt. Sein Bruder Albert Trummer wiederum gilt als Pionier der pharmazeutisch inspirierten Mixologie und soll dem neuen Haus seine Handschrift bei den Cocktails geben.
Zwischen Bar, Salon und Labor
Das „Sanatorium“ soll tagsüber als Treffpunkt für kulinarische Erlebnisse und Begegnungen funktionieren. Am Abend rücken Cocktails, Musik und Kunst stärker in den Mittelpunkt.
Im Zentrum der Bar steht dabei die Verbindung von Wissenschaft und Mixologie. Die bekannten pharmazeutisch inspirierten Cocktailideen von Albert Trummer sollen mit botanischen Infusionen und saisonalen Zutaten weiterentwickelt werden.
Geplant ist außerdem ein regelmäßiger Austausch der Barteams zwischen Wien und New York. Damit soll auch internationaler Einfluss in die Wiener Barlandschaft einfließen.
„Gastfreundschaft beginnt nicht mit einem Cocktail oder einem Gericht, sondern mit einer Geschichte“, erklären Jakob und Albert Trummer. Das „Sanatorium“ soll deshalb nicht ausschließlich als Bar verstanden werden, sondern als Ort, an dem Gastronomie, Kunst und Nachtleben ineinandergreifen.
X Club zieht mit
Auch der X Club bekommt eine neue Adresse. Der von Martin Ho und Samy Zayed gegründete Private Members Club übersiedelt nach rund 15 Jahren aus der Wollzeile in das Souterrain des „Sanatoriums“.
Das Konzept des Clubs bleibt dabei erhalten: Zutritt haben weiterhin Mitglieder mit dem charakteristischen schwarzen Schlüssel. Im neuen Umfeld soll der X Club zugleich stärker mit den gastronomischen Angeboten des Hauses verbunden werden.
Martin Ho sieht darin eine Weiterentwicklung des bisherigen Konzepts. „Gemeinsam mit Jakob und Albert Trummer verbindet uns der Anspruch, Gastfreundschaft als sozial verbindendes Erlebnis neu zu definieren“, so Ho.
Ay-Vy kommt nach Wien
Auch das internationale Restaurantkonzept Ay-Vy wird Teil der neuen Wiener Hospitality-Ausrichtung. Die Marke versteht sich als Pan-Asian Social Club, bei dem Küche, Kunst, Musik und Nachtleben miteinander verschmelzen.
Nach den internationalen Plänen der RICEMONEY Hospitality Group soll Ay-Vy neben Wien auch in Städten wie Hanoi, Dubai, New York und Ibiza präsent sein.
Für die Küche zeichnet Yuki Sakamoto verantwortlich. Der Sushi-Meister in vierter Generation soll dabei auch jene avantgardistischen Sushi-Kreationen einbringen, die bereits aus früheren Wiener DOTS-Konzepten bekannt sind.
Damit entsteht am Dr.-Karl-Lueger-Platz ein gastronomisches Ensemble, das unterschiedliche Bereiche der Hospitality zusammenführt: Cocktailkultur, asiatische Küche, Kunst, Musik und einen Private Members Club.
Internationale Erfahrung trifft Wien
Das „Sanatorium“ setzt damit bewusst auf eine Mischung aus Wiener Tradition und internationaler Hospitality. Kaffeehaus- und Salonkultur sollen ebenso Teil des Konzepts sein wie moderne Barkultur und internationale Gastronomie.
Für die Trummer-Brüder ist die Eröffnung gleichzeitig eine Rückkehr zu ihren Wiener Wurzeln. Für die RICEMONEY Hospitality Group bietet der Standort die Möglichkeit, mehrere ihrer Konzepte unter einem Dach miteinander zu verbinden.
Anfang September soll das „Sanatorium“ seine Türen öffnen. Dann wird sich zeigen, wie die Mischung aus Bar, Restaurant, Club, Kunst und internationaler Hospitality beim Wiener Publikum ankommt.







