Die Berentzen-Gruppe und Sazerac haben am 21. September 2026 eine Vereinbarung über einen Unternehmenszusammenschluss unterzeichnet. Sazerac will auf dieser Basis ein Übernahmeangebot für sämtliche Aktien der Berentzen-Gruppe abgeben.
Der Angebotspreis von 5,55 Euro je Aktie liegt laut Mitteilung 68 Prozent über dem unbeeinflussten, volumengewichteten XETRA-Durchschnittskurs der drei Monate vor dem 16. September 2026.
Fokus auf Wachstum und Internationalisierung
Aus Sicht des Berentzen-Vorstands soll der Zusammenschluss vor allem bei Innovation, Vertrieb und Internationalisierung neue Möglichkeiten eröffnen. Sazerac wird dabei als global aufgestellter und kapitalstarker Partner positioniert, der zusätzliches Wachstum unterstützen soll.
Sazerac wiederum sieht in der Berentzen-Gruppe eine etablierte Plattform für den europäischen Markt. Das US-Unternehmen will künftig sowohl eigene Marken als auch Marken der Berentzen-Gruppe und Handelsmarkenkonzepte in Europa flexibler produzieren und vertreiben.
Standorte sollen weiterentwickelt werden
Nach Angaben von Sazerac sollen die bestehenden Standorte der Berentzen-Gruppe nicht nur weitergeführt, sondern auch durch zusätzliche Investitionen weiterentwickelt werden.
Auch die bestehende Belegschaft und das Markenportfolio sollen langfristig Teil der Strategie bleiben. Sazerac verweist dabei auf frühere Zukäufe, darunter The Last Drop Distillers, Hawk’s Rock Distillery in Irland und Au Vodka in Großbritannien.
Delisting nach erfolgreicher Übernahme geplant
Das Übernahmeangebot unterliegt einer Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus einer Aktie. Weitere Genehmigungen durch Aufsichtsbehörden sind laut Mitteilung nicht erforderlich.
Nach erfolgreichem Vollzug beabsichtigt Sazerac, die Berentzen-Gruppe von der Börse zu nehmen. Der Vorstand der Berentzen-Gruppe will dieses Delisting vorbehaltlich seiner gesetzlichen Pflichten unterstützen.
Abschluss noch 2026 angestrebt
Die Angebotsunterlage wird zunächst der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zur Prüfung vorgelegt. Nach Freigabe soll sie veröffentlicht werden. Vorstand und Aufsichtsrat der Berentzen-Gruppe wollen anschließend eine gemeinsame Stellungnahme zum Angebot abgeben.
Der Abschluss der Transaktion ist nach Unternehmensangaben für das vierte Quartal 2026 vorgesehen.
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