Schloss Schönbrunn startet in ein besonderes Jubiläumsjahr: 2026 feiert das Ensemble 30 Jahre UNESCO-Welterbe-Status. Seit der Aufnahme von Schloss und Gärten sowie dem Tiergarten Schönbrunn in die UNESCO-Welterbeliste im Dezember 1996 ist Schönbrunn nicht nur ein bedeutendes nationales Kulturgut, sondern auch ein international anerkanntes Kulturdenkmal und ein Fixpunkt für Wien-Besucher aus aller Welt.
Wirtschaftlicher Erfolg als Grundlage für Denkmalschutz
Klaus Panholzer, Geschäftsführer der Schönbrunn Group, betont den Anspruch, Schönbrunn als imperiales Erbe authentisch erlebbar zu machen. Über 471 Mitarbeiter arbeiten hinter den Kulissen zusammen, um dies zu ermöglichen. Die Schönbrunn Group erwirtschaftet die Mittel für Erhaltung und Restaurierung selbst: Die Erträge aus dem laufenden Betrieb fließen unmittelbar in den denkmalpflegerischen Erhalt des Ensembles – ohne staatliche Zuschüsse.
Allein zwischen 2017 und 2024 wurden bei fast 30 Millionen Besuchern Umsätze von rund einer halben Milliarde Euro erzielt. Auf dieser Grundlage konnten in den letzten acht Jahren rund 90 Millionen Euro in wissenschaftlich begleitete Erhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen investiert werden. Dieses Modell, das ohne öffentliche Steuergelder auskommt, macht Schönbrunn zu einem europäischen Referenzfall.
Jubiläumsjahr 2026: Programmhöhepunkte und neue Perspektiven
Unter dem Motto „30 Jahre Welterbe“ setzt die Schönbrunn Group 2026 Schwerpunkte in vier Feldern:
- Welterbe sichtbar machen: Vertiefende Inhalte zur Bedeutung des UNESCO-Status und zur Verantwortung im Umgang mit historischer Substanz.
- Erhaltung und Forschung im Fokus: Einblicke in Restaurierung, Denkmalpflege und wissenschaftliche Arbeit.
- Besuchserlebnis weiterentwickeln: Qualitäts- und Serviceinitiativen im Sinne der Marke als „imperialer Gastgeberin“.
- Schönbrunn als Standortmotor: Impulse für Wien und Österreich durch internationale Strahlkraft und kulturtouristische Wertschöpfung.
Das Jubiläumsjahr ist auch ein Dank an die Mitarbeiter, die Schönbrunn täglich möglich machen. Beachtliches wird im Bereich der präventiven Konservierung und Restaurierung geleistet, wie die Restaurierung des Zeremoniensaals unter der Leitung der wissenschaftlichen Abteilung von Anna Mader-Kratky oder die Fassadenrestaurierung der Gloriette durch die Technische Abteilung unter Herbert Polsterer.









