Rund 288.800 Tonnen Lebensmittel gehen in Österreich jährlich bereits in der Landwirtschaft und der Produktion verloren. Um diesen vorzeitigen Verderb effektiv zu verhindern, spielt die richtige Verpackung eine Schlüsselrolle. Durch den gezielten Einsatz von lebensmitteltauglichen Schutzgasen wie Kohlendioxid und Stickstoff beim sogenannten Modified Atmosphere Packaging (MAP) wird der Sauerstoffgehalt in der Verpackung verringert und das Wachstum von Schimmel oder Bakterien entscheidend verlangsamt. Bei verpackten Sandwiches lässt sich die Haltbarkeit so von ein bis zwei Tagen auf bis zu 28 Tage steigern, bei Hartkäse wie Gouda oder Emmentaler von etwa zwei Wochen auf bis zu zehn Wochen.
Schonende Kühlung für beste Produktqualität
Neben veränderten Schutzatmosphären kommen technische Industriegase auch bei Kühl- und Tiefkühlprozessen zum Einsatz. Flüssiger Stickstoff ermöglicht beispielsweise ein besonders schnelles Schockgefrieren, wodurch Zellstruktur, Geschmack und Aussehen der Speisen optimal erhalten bleiben. Wie Lukas Ritter von Messer Austria betont, entfaltet die beste Verpackung ihre volle Wirkung jedoch nur bei einer lückenlosen Kühlkette. Wenn die durchgehende Temperaturführung von der Herstellung bis zum Verkauf oder Servieren zuverlässig funktioniert, bleibt die hohe Qualität langfristig gesichert.
Wertvolle Ressourcen im Küchenbetrieb schonen
Für Gastronomie, Großküchen und Lebensmittelhersteller bieten maßgeschneiderte Gasgemische eine hochwirksame Möglichkeit, vorhandene Ressourcen zu schonen und vermeidbare Verluste entlang der Wertschöpfungskette nachhaltig zu reduzieren. Je länger Lebensmittel ihre hervorragende Qualität behalten, desto mehr zeitlicher Spielraum und Flexibilität entstehen beim Einkauf, der Lagerhaltung sowie bei der kalkulatorischen Menüplanung. Die unsichtbare Technologie der Schutzgase wird so zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für mehr Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit im Betrieb.
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