Montag - 15.12.2025
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Skigebiete suchen neue Wege für Einheimische: EU-Vorgaben sorgen für Druck

Das Verbot klassischer Einheimischentarife sorgt in Österreichs Bergregionen erneut für Diskussion. Weil das EU-Diskriminierungsverbot Preisvorteile für bestimmte Wohnorte untersagt, dürfen Skigebiete ihren Einheimischen keine exklusiven, günstigeren Tickets mehr anbieten. Mit steigenden Liftpreisen wächst der Wunsch nach Entlastung jedoch deutlich.

Regionen fordern mehr Spielraum

Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner betont, dass eine Region nur dann langfristig erfolgreich sein könne, wenn die lokale Bevölkerung hinter dem Tourismus stehe. Österreich drängt daher in Brüssel auf Lösungen, die Vergünstigungen für Einheimische rechtlich möglich machen. Auch Touristiker und Seilbahnverantwortliche fordern klare und praxistaugliche Regeln.

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Kreative Alternativen statt klassischer Einheimischenkarte

Weil direkte Preisvorteile für Bewohner nicht erlaubt sind, entwickeln Skigebiete eigene Modelle. Die Planai-Hochwurzen Bahn bietet etwa einen günstigen Saisontarif an, der zwar als Einheimischenlösung beworben wird, aber formal allen offensteht. Andere Regionen definieren „Einheimische“ nicht mehr rein über den Meldezettel, sondern etwa über einen Liefervertrag eines regionalen Energieversorgers.

Diese Varianten sollen Vorteile bieten, ohne EU-Recht zu verletzen. Laut Franz Hörl, Obmann des Fachverbands der Seilbahnwirtschaft, zahlen Einheimische damit im Schnitt 20 bis 30 Prozent weniger. Die Branche sieht darin praktikable Lösungen, hofft aber weiterhin auf eindeutigere rechtliche Rahmenbedingungen.

Hoffnung auf Unterstützung aus Brüssel

Besonders aufmerksam verfolgt man die Position des für Tourismus zuständigen EU-Kommissars Apostolos Tzitzikostas. Er sprach sich bei einem Besuch in Österreich klar für Vergünstigungen für Einheimische aus. Das weckt Erwartungen, dass künftige EU-Regelungen mehr Spielraum schaffen könnten, um lokale Bevölkerung und Stammgäste stärker zu entlasten.

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