Aber nicht nur die, wenn man das Thema touristisch betrachtet, sondern auch die Touristiker selbst. Denn die Sommersaison Österreichs ist eine Cashcow. Mit einer Steigerung um 2,1 Prozent zum Vorjahr auf 74,1 Millionen, war der Sommer 2025 ein Rekordjahr. Man kann davon ausgehen, dass es heuer ähnlich aussehen wird, wenn man die geopolitischen Verwerfungen betrachtet. Die zwar alarmierend sind, aber dem heimischen Tourismus vermutlich positive Effekte bringen. Denn wie aus Befragungen hervorgeht, werden viele Reisende ihren Aktionsradius einschränken, was vor allem der Flugverkehr spüren wird. Länder, die gut mit dem eigenen Auto oder öffentlich problemlos erreichbar sind, werden profitieren. Und da ist Österreich ziemlich gut aufgestellt, und zwar nicht nur, was die Anreise betrifft, sondern auch die Mobilität vor Ort. Denn Cards in den Regionen, die Urlaubern in vielen Fällen ab der ersten Nacht zur Verfügung gestellt werden, ermöglichen sehr oft kostenfreie Fahrten in der gesamten Region. Und das tut nicht nur dem Geldbörsel gut, sondern auch der Umwelt.
Die Rahmenpflöcke sind also eingeschlagen, bleibt nun abzuwarten, inwieweit die heimischen Gäste und jene aus Europa den ziemlich sicheren Ausfall der arabischen Gäste monetär wettmachen können. Denn wie bekannt, sind diese zahlungskräftig und kurbeln die Wertschöpfung im Lande ordentlich an. Spätestens im Herbst werden wir dann also wissen, ob die selbstverliebten Entscheidungsträger, die gerade die Weltordnung umkrempeln, auch im heimischen Tourismus markante Spuren hinterlassen haben. Hoffentlich nicht!








