Immer wieder ist der Mensch auf der Suche nach Stoffen und Lebensmitteln, die als besonders gesund gelten und dem Menschen ein langes Leben ermöglichen sollen. Daher boomen auch zahlreiche Versprechen im Internet und Lebensmittel werden zu Superfoods gehypt. Doch ein Stoff ist zu Recht Teil vieler Forschungen. Die Rede ist von Spermidin, einem Stoff, der in vielen Lebensmitteln vorkommt und vom Körper auch selbst produziert werden kann. Im Alter nimmt der Spermidingehalt in den Zellen jedoch ab. Als Jungbrunnen gepriesen soll Spermidin das Altern etwas verzögern und auch Demenz vorbeugen, da es die Autophagie anregt. In diesem Prozess werden in den Zellen beschädigte Proteine, fehlerhafte Zellbestandteile oder Krankheitserreger abgebaut und wiederverwertet. Dieser „Zellmüll“ wird mit etlichen Alterungsprozessen und Krankheiten in Verbindung gebracht und kann durch Spermidin aus der Zelle entfernt werden. Dieser Selbstreinigungsmechanismus der Zellen kann auch durch Fasten angeregt werden.
Doch wieviel Spermidin hilft, und ob eine bessere Gesundheit dadurch erreicht wird, ist noch nicht wissenschaftlich geklärt. Aber regelmäßiger Konsum von spermidinreicher Nahrung könnte helfen, länger gesund zu leben. Der Stoff ist in vielen Lebensmitteln enthalten, allen voran in Weizenkeimen. Sojabohnen, Kürbiskerne, reifer Käse, und vor allem Nüsse und Hülsenfrüchte wie Linsen, sind ebenfalls gute Quellen dafür.








