Das Sport Tourismus Forum 2026 im FIFA-Museum Zürich versammelte über 200 Fachleute aus Tourismus, Sport und Marketing, um die wachsende Bedeutung von Sport als strategischem Erfolgsfaktor für Destinationen zu diskutieren. Der Wandel vom reinen Sportangebot hin zur umfassenden Sportstrategie steht im Fokus.
Sport öffnet Türen zu neuen Zielgruppen
Analyse von Tom Pfeiffer (Simon-Kucher) zeigt, dass Reisende zunehmend persönliche Erlebnisse und aktive Freizeitgestaltung suchen. Sportreisen bieten emotionale Bindung und schaffen neue Reiseanlässe. Hans-Willy Brockes (ESB Marketing Netzwerk) betont, dass Sport hilft, Marken zu schärfen und sich vom Wettbewerb abzuheben.
Beispiele für erfolgreiche Sportpositionierung
Silvaplana nutzt den Malojawind, um sich als Kite- und Windsurf-Hotspot Europas zu positionieren. Daniel Bosshard, Gemeindepräsident, sieht Sport als Mittel zur Markenbildung. Trailrunning hat sich als Reisemotiv etabliert, mit Regionen wie Schwarzwald und Großglockner, die eigene Angebote und Events schaffen. Hansjörg Mair (Schwarzwald Tourismus) sieht darin ein Instrument zur emotionalen Aufladung der Region.
Sportevents als strategisches Werkzeug
Großveranstaltungen wie Marathons und Hyrox bringen Teilnehmer, Reichweite und Übernachtungen. Cornelia Rutishauser (EBP Schweiz) hebt die langfristige touristische Wirkung hervor. Inklusion wird durch Engagements wie Procap und Porsche Schweiz für barrierefreies Wandern thematisiert.
Digitalisierung und KI in der Customer Journey
Künstliche Intelligenz ist ein zentrales Thema. Plattformen wie Outdooractive und Sportfinder nutzen KI für Inspiration, Tourenplanung und Navigation. Florian Kurz (SportFinder.com) betont die Bedeutung glaubwürdiger Daten. Sebastian Mattner (Destination.one) sieht die Zukunft in der Konversation als digitale Reisebegleitung.
Ausblick
Das Forum zeigt, dass erfolgreiche Destinationen klare Profile, emotionale Erlebnisse und digitale Services benötigen. Schweiz Tourismus und Österreich Werbung beobachten die Trends und erkennen die Chancen des Sporttourismus, auch wenn eigene Budgets für Sportstrategien fehlen.







