Unternehmensansiedlung im Ausland und Tourismus

Neue Statistik belegt die Stärke des Standorts Österreich

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Neue, detaillierte Daten der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und der Statistik Austria beleuchten erstmals, auf welchen Wegen österreichische Dienstleistungen international erbracht werden. Die Ergebnisse sind ein eindrucksvoller Beleg für die Stärke der heimischen Wirtschaft – und sie unterstreichen die zentrale Rolle des Tourismus als einer der wichtigsten Motoren für den Dienstleistungsexport.

Präsenz im Ausland und Gäste im Inland

Die Analyse unterscheidet vier Arten der Dienstleistungserbringung. Für die österreichische Wirtschaft und insbesondere für die Tourismusbranche sind zwei davon von herausragender Bedeutung:

  1. Unternehmensansiedlung im Ausland (Mode 3): Mit einem Anteil von 50 Prozent (95,3 Mrd. Euro) ist die Gründung von Niederlassungen im Ausland die wichtigste Strategie für den österreichischen Dienstleistungsexport. Dies betrifft vor allem Branchen wie das Bauwesen oder den Finanzsektor.
  2. Versorgung ausländischer Kunden in Österreich (Mode 2): Dieser Bereich ist untrennbar mit dem Tourismus verbunden. Er beschreibt exakt das Kerngeschäft der heimischen Gastronomie und Hotellerie: Internationale Gäste reisen nach Österreich und konsumieren hier Dienstleistungen – von der Übernachtung im Hotel über das Abendessen im Restaurant bis hin zum Besuch von Kulturveranstaltungen.

Tourismus als entscheidender Faktor für die positive Bilanz

Insgesamt erwirtschaftete Österreich im Jahr 2023 einen Überschuss von 5,4 Milliarden Euro aus dem internationalen Dienstleistungshandel. Die neue Statistik macht deutlich, dass der Tourismus einen wesentlichen Beitrag zu diesem positiven Ergebnis leistet. Jeder internationale Gast, der in einem österreichischen Betrieb nächtigt oder speist, trägt direkt zu dieser Erfolgsbilanz bei.

„Die wichtigste Erbringungsart für österreichische Unternehmen stellt […] die Unternehmensansiedlung im Ausland (Mode 3) dar“, erläutert Regina Fuchs, Direktorin der OeNB-Hauptabteilung Statistik. Direkt danach folgt jedoch der grenzüberschreitende Handel, und der Tourismus ist der Haupttreiber für den Erfolg im „Mode 2“.

Digitale Dienstleistungen als Zukunftsfeld

Der grenzüberschreitende Handel (Mode 1), bei dem Dienstleistungen digital ausgetauscht werden, ist mit 61 Mrd. Euro die zweitwichtigste Versorgungsart. Obwohl Österreich hier aktuell noch ein Defizit verzeichnet, zeigt dieser Bereich das wachsende Potenzial digitaler Geschäftsmodelle auch für die Tourismusbranche – von internationalen Buchungsplattformen bis hin zum digitalen Marketing.

Die neuen Daten sind somit mehr als nur eine Statistik. Sie sind eine offizielle Bestätigung für die enorme wirtschaftliche Bedeutung des Incoming-Tourismus und eine Anerkennung für die tägliche Leistung der Gastronomie- und Hotelleriebetriebe, die Österreichs Ruf als exzellente Gastgeberdestination in die Welt tragen.

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