Viele Skigebiete in der Steiermark stehen kurz vor den Weihnachtsferien vor großen Herausforderungen. Die aktuell vorherrschende Wärme sorgt für massive Beschneiungsprobleme, insbesondere in mittleren Höhenlagen. Kalte Nächte, die für die Schneeproduktion unerlässlich sind, bleiben aus oder sind zu mild.
Beschneiung eingeschränkt oder stillgelegt
In Wenigzell sind die Temperaturen in mittleren Höhenlagen zu warm, um effektiv beschneien zu können. Obwohl bereits eine Schneedecke vorhanden war, ist diese nun stark in Mitleidenschaft gezogen. Für einen regulären Skibetrieb wären weitere kalte Nächte für die Beschneiung notwendig.
In der Schwabenbergarena in Turnau ist der Betrieb derzeit nur teilweise möglich. Dort konnte in einer früheren Kälteperiode beschneit werden, nun wartet man auf eine erneute Kälteperiode, um die oberen Lifte in Betrieb nehmen zu können.
Auch am Salzstiegl in Hirschegg hofft man auf einen Kälteeinbruch. Seit fast zwei Wochen herrschen tagsüber Plusgrade. Obwohl nachts präpariert werden kann, fallen die Temperaturen nicht konstant unter minus ein bis minus zwei Grad. Für eine effiziente Beschneiung wären jedoch konstante minus fünf Grad erforderlich. Derzeit sind zwei Drittel der Pisten befahrbar, ein Drittel fehlt noch.
Gaal profitiert von Inversionswetterlage
Etwas entspannter ist die Lage im Skigebiet Gaal in der Obersteiermark, wo der Betrieb seit dem 28. November mit allen Anlagen läuft. Dort konnte in den letzten Nächten sogar im Tal beschneit werden, was auf die dortigen Inversionswetterlagen zurückzuführen ist.
Die wirtschaftliche Bilanz der Weihnachtsferien in den steirischen Skigebieten entscheidet sich derzeit buchstäblich von Nacht zu Nacht. Für die Gastronomie und Hotellerie in den betroffenen Regionen bedeutet dies eine hohe Unsicherheit und die Notwendigkeit, flexibel auf die Wetterbedingungen zu reagieren.








