Österreichisches Stillsiegel: Über 250 Betriebe fördern stillfreundliche Umgebung

Text:KI
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Anlässlich der Weltstillwoche, die vom 1. bis 7. August die Bedeutung des Stillens hervorhebt, zeigt eine neue repräsentative Umfrage von MAM Babyartikel und TQS, dass das Bewusstsein für stillende Mütter noch immer dringend notwendig ist. Obwohl die WHO empfiehlt, Babys bis zum zweiten Geburtstag oder länger zu stillen, lehnt bereits ab dem ersten Geburtstag jede fünfte Person öffentliches Stillen ab. Gründe wie „zu alt“, „verwöhnt“ oder „ekelhaft“ werden genannt.

Gesellschaftliche Ablehnung nimmt mit Alter des Kindes zu

Die Umfrageergebnisse unter 1.000 Personen verdeutlichen, dass Stillen in der Öffentlichkeit in Österreich noch nicht als Normalzustand angesehen wird. Mit zunehmendem Alter des Kindes wächst die gesellschaftliche Ablehnung. Rund 39 Prozent der Befragten halten das Kind schlicht für „zu alt“, und 21 Prozent empfinden das Stillen älterer Kinder als „irritierend“.

Erfahrungen stillender Mütter: Belästigung und Unverständnis

Viele Mütter berichten von negativen Erfahrungen:

  • „Ich wurde beim Stillen in der Öffentlichkeit fotografiert – das war mir sehr unangenehm.“
  • „Ich wurde als Milchkuh bezeichnet.“
  • „Als ich mein Kind auf einer Bank im Tiergarten stillte, ging ein Mann vorbei und fragte, ob denn schon Fütterungszeit sei.“
  • „Ich wurde im Lokal nicht bedient, weil ich mein Kind dort gestillt habe.“
  • „Ein Kellner hat mir empfohlen, zum Stillen auf die Toilette zu gehen.“

Nicht verwunderlich, dass 25 Prozent der Mütter angeben, ihre Babys generell nicht mehr in der Öffentlichkeit zu stillen. Sabrina Krejan von MAM Baby kommentiert: „Wir setzen uns seit vier Jahren für die Normalisierung des Stillens in der Öffentlichkeit ein und sind jedes Jahr aufs Neue schockiert, wie viel Unbehagen – oder mehr noch: Ablehnung – Stillen hervorruft.“

Österreichisches Stillsiegel schafft stillfreundliche Räume

Bereits 2023 hat MAM das Österreichische Stillsiegel ins Leben gerufen, um Stillen in der Öffentlichkeit zu normalisieren und sichere Räume für stillende Mütter zu schaffen. Mittlerweile haben sich über 250 Unternehmen und Institutionen in ganz Österreich angeschlossen und tragen das Stillsiegel als sichtbares Zeichen. Zu den jüngsten Trägern zählen die Westfield Shopping City Süd und das Westfield Donauzentrum. Betriebe und Institutionen sind eingeladen, sich an der Initiative zu beteiligen. Das Österreichische Stillsiegel kann unter www.stillsiegel.at beantragt werden.

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