Tiepolo is Back

Zwei frisch restaurierte Spätbarock-Meisterwerke kehren ins Kunsthistorische Museum Wien zurück

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Im Rahmen des Italien-Jahres 2026 rückt das Kunsthistorische Museum (KHM) seine italienischen Meisterwerke in den Fokus. Den Auftakt bilden zwei spektakuläre Rückkehrer: frisch restaurierte monumentale Gemälde des venezianischen Meisters Giovanni Battista Tiepolo (1696-1770). Nach aufwendiger Reinigung und Konservierung in der museumsinternen Restaurierwerkstatt sind die großformatigen Gemälde erstmals seit Langem wieder in der Galerie zu sehen – und entfalten dort jene dramatische Wirkung, für die Tiepolo berühmt ist.

Prachtvolle Gemälde für einen venezianischen Palast

Die beiden Werke gehören zu einer Serie von insgesamt zehn monumentalen Historienbildern, die Tiepolo 1729 für den großen Empfangsraum (salone) im Palast der venezianischen Patrizierfamilie Dolfin schuf. Die Bildfolge erzählt in eindrucksvollen Episoden die Geschichte des antiken Roms – von seiner Gründung bis zur Vorherrschaft im Mittelmeerraum. Momente des Triumphs und vorbildhafte Tugenden stehen im Zentrum der Darstellungen.

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Wiederentdeckte Leuchtkraft und dramatische Momente

Erst die Restaurierung legte offen, wie sehr Tiepolo an die Tradition seiner venezianischen Vorgänger anknüpfte. Tiepolo entwickelte jedoch seinen eigenen Stil, der sich durch eine gesteigerte Monumentalität und eine unverwechselbare Leuchtkraft auszeichnet. Kühne Farbkontraste und ein virtuoser Pinselstrich verleihen selbst grausamen Sujets eine faszinierende Anziehungskraft.

Dank der aufwendigen Restaurierung entfalten die beiden Gemälde ihre dramatische Wirkung nun wieder vollständig. Vergilbter Firnis, farblich veränderte Retuschen und Verschmutzungen der Oberflächen hatten die ursprünglich leuchtende Farbigkeit gedämpft und zahlreiche Details unkenntlich werden lassen.

Mit der Wiederkehr der beiden restaurierten Gemälde rücken auch zwei besonders dramatische Ereignisse der antiken Geschichte wieder ins Blickfeld der Besucher:

  • „Der Tod des Konsuls L. J. Brutus“: Inszeniert einen Zweikampf, der über das Schicksal der jungen römischen Republik entscheidet.
  • „Hannibal erkennt den Kopf seines Bruders Hasdrubal“: Erzählt einen erschütternden Augenblick des Zweiten Punischen Krieges, in dem Hannibal die Niederlage seines Bruders und damit das Schicksal Karthagos erkennt.

Mit ihrer Mischung aus dramatischer Erzählung, technischer Brillanz und neu gewonnener Farbintensität zählen die beiden Gemälde zu den eindrucksvollsten Wiederbegegnungen der Gemäldegalerie in diesem Jahr.

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