In Tirols Wohnheimen, Schulen und Gesundheitseinrichtungen werden täglich tausende Menschen mit Mahlzeiten versorgt. Immer häufiger stammen die dafür verwendeten Lebensmittel aus der Region. Die Initiative „Bewusst Tirol“ der Agrarmarketing Tirol zeichnet auch heuer wieder Großküchen aus, die konsequent auf Tiroler Produkte setzen und damit einen wichtigen Beitrag zu regionaler Wertschöpfung, kurzen Transportwegen und hoher Lebensmittelqualität leisten.
Beeindruckende Zahlen zur regionalen Beschaffung
Im vergangenen Jahr bereiteten die 78 Großküchen insgesamt 13,5 Millionen Mahlzeiten zu. Für deren Herstellung kamen unter anderem 3,6 Millionen Kilogramm Milch, 283.000 Kilogramm Gemüse sowie knapp 100.000 Kilogramm Fleisch aus Tirol zum Einsatz. Insgesamt wurden die Küchen von 142 Direktvermarktern sowie 54 regionalen Großhändlern und Manufakturen beliefert. Dies unterstreicht die Bedeutung der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung als Partner der heimischen Landwirtschaft.
ISD Innsbruck als Vorreiter
Die diesjährige Prämierung fand bei den ISD (Innsbrucker Soziale Dienste) statt, die mit fünf teilnehmenden Küchenstandorten der größte Betrieb der Initiative „Bewusst Tirol“ ist. Katharina Becke, Heimleiterin im Wohnheim Reichenau der Innsbrucker Sozialen Dienste, hob die Bedeutung der regionalen Qualität von Lebensmitteln hervor und schätzt die Innovationen, die aus der engen Zusammenarbeit mit der Agrarmarketing Tirol GmbH entstanden sind.
LH-Stv. Josef Geisler betont Vorbildfunktion der öffentlichen Hand
LH-Stv. Josef Geisler unterstreicht die Verantwortung der öffentlichen Hand: „Mit jeder Entscheidung für regionale Lebensmittel stärken unsere öffentlichen Küchen die Tiroler Landwirtschaft und sichern Wertschöpfung in unserem Land. Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung und den Einrichtungen weiter auszubauen.“
Wachsender Trend zur Regionalität
Matthias Pöschl, Geschäftsführer der Agrarmarketing Tirol, betont: „Gegenüber dem Vorjahr wurden in den teilnehmenden Großküchen mehr als 60 Tonnen zusätzliche Tiroler Lebensmittel verarbeitet. Das zeigt, dass Regionalität in der Gemeinschaftsverpflegung nicht nur ein Bekenntnis ist, sondern Tag für Tag gelebt wird.“
„Bewusst Tirol“: Kriterien und Auszeichnungen
Für die Auszeichnung „Bewusst Tirol“ müssen im Durchschnitt mindestens 200 Gramm Tiroler Lebensmittel pro Mahlzeit eingesetzt werden. 2026 werden 67 Großküchen ausgezeichnet, die insgesamt 85 Einrichtungen versorgen, darunter 58 Wohnheime, 11 Schulen und 16 Gesundheitseinrichtungen. Erstmals erhält die Bundesfachschule für wirtschaftliche Berufe in Wörgl die Auszeichnung „Bewusst Tirol“.






