Doch ein erfolgreiches Konzept für den Tourismus zu planen, wird immer komplexer und kompakter. Gilt es doch, immer mehr Verbündete an Bord zu holen und Synergien zu nutzen. Kooperationen ist das Zauberwort. Immer mehr Regionen erarbeiten zum Beispiel Angebote, wo Einheimische zu Botschaftern werden. Diese Strategie deckt gleich zwei Komponenten ab: Zum einen sind Bewohner die wohl authentischsten Vermittler, was Regionen und deren Schwerpunkte anbelangt. Und zum anderen werden mit diesen Aktionen auch die Einheimischen an Bord geholt und das ist ein wesentlicher Faktor insbesondere dort, wo der Tourismus stark in den Alltag eingreift.
Kräfte bündeln
Was im Kleinen bei Personen beginnt, wird auch in größerem Rahmen fortgesetzt. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die neue Kooperation von Steiermark Tourismus mit der Stadt Graz. Gemeinsam werden neue Impulse für die Internationalisierung und eine Flugoffensive gestartet, die Graz noch stärker auf die internationale Landkarte bringt. Direktflugdestinationen wie Hamburg, Zürich und London stehen im Fokus, gute Bahnverbindungen z. B. München und Prag gibt es bereits. Geplant sind u.a. Outof- Home Kampagnen in Skigebieten, intensive Bewerbungen von Direktbuchungen in Kooperation mit Fluglinien (Eurowings) und den ÖBB oder ein Gastspiel des Kulinarik Festivals „Vollmund“ in Hamburg und Norditalien. Für dieses Marketingkonzept zur Stärkung der Tourismusdestination stehen 1 Million Euro zusätzlich zur Verfügung.
Gesundheit als Tourismusfaktor
Die NÖ Werbung arbeitet an der Verlängerung der klassischen Urlaubssaisonen, das reiche Kulturleben mit Museen Veranstaltungen mit über 300 Festivals im ganzen Jahr ist dabei ein Teilbereich, der zweite ist das Thema Gesundheit. Die hohe Gesundheitskompetenz, auch bei Trends wie Longevity, ist ein klassisches Ganzjahresthema. „Unser strategisches Ziel ist, Niederösterreich langfristig als Ganzjahres-Destination zu positionieren. Ziel ist eine gleichmäßige Auslastung, Wertschöpfung und stabile Arbeitsplätze zu sichern und die Planbarkeit für die Betriebe zu erleichtern. Das Potenzial dafür ist groß: Die vielen regionalen kulinarischen Besonderheiten, rund 200 Betriebe der Wirtshauskultur Niederösterreich und die kulinarischen Veranstaltungen sind Grund genug“. Michael Duscher, GF Niederösterreich Werbung.
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