Besonders auffällig ist die langfristige Entwicklung: Laut Szálloda.blog lag der OTA-Anteil in Ungarn 2013 noch bei 19,1 Prozent. 2025 waren es bereits 39,8 Prozent. Damit hat sich die Bedeutung der Plattformen in den untersuchten ungarischen Hotels innerhalb von zwölf Jahren praktisch verdoppelt.
Booking und Expedia dominieren den OTA-Markt
Die Abhängigkeit von Online-Plattformen trifft auf einen stark konzentrierten Markt. Europaweit entfallen laut HOTREC 68,8 Prozent der OTA-Buchungen auf Booking Holdings, gemeinsam mit Expedia Group sind es 85,4 Prozent. Booking.com allein kommt auf 66,1 Prozent.
Für Ungarn nennt die Analyse von Szálloda.blog eine noch höhere Konzentration: In der dort ausgewerteten HOTREC-Länderstichprobe entfallen 68,9 Prozent des OTA-Geschäfts auf Booking Holdings und 21,9 Prozent auf Expedia Group. Damit laufen mehr als neun von zehn OTA-Buchungen über zwei Konzerne.
Direktbuchung ist nicht gleich Direktbuchung
Direkte Kanäle machen in der ungarischen Stichprobe 44,6 Prozent aus. Davon kommen laut Szálloda.blog aber nur 15,6 Prozentpunkte über die eigene Website mit Echtzeit-Buchungsmaschine. Weitere Buchungen erfolgen per E-Mail, Anfrageformular oder Telefon.
Gerade bei internationalen Gästen wird das zum Wettbewerbsnachteil. Plattformen bieten sofortige Verfügbarkeit, standardisierte Zahlungsprozesse, Bewertungen und transparente Stornobedingungen in einem System. Die Analyse kommt daher zu dem Schluss, dass für viele Stadthotels insbesondere in Budapest nicht nur die Buchung, sondern bereits die gesamte digitale Reise des Gastes von Plattformen geprägt wird.
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