Montag - 15.12.2025
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Gutes Öl, gutes Essen

Interview mit Klemens Rauch, Gesellschafter und Marketingleiter beim Familienunternehmen VFI Oils for Life.

VFI Oils for Life-Marketingleiter Klemens Rauch.
VFI Oils for Life-Marketingleiter Klemens Rauch.

Herr Rauch, regelmäßig stehen andere Lebensmittel im Fokus der Kritik: Einmal ist es der Zucker, einmal die Kohlenhydrate und dann wieder das Fett! Sie als Fachmann wissen um gutes Öl, bitte sagen Sie uns Ihre Meinung dazu!
Pflanzenöle gelten als die guten Fette, reich an ungesättigten Fettsäuren. In der Kritik stehen eher Teilaspekte wie gesättigte Fette. Moderne Produkte helfen, die Ernährung ausgewogener zu gestalten. Da haben wir viel zu bieten, wie zum Beispiel unsere pflanzlichen Butteralternativen von Goodfry. Am Ende ist es wie mit allem – es kommt darauf an, was man daraus macht.

Produkte aus Österreich genießen immer hohes Vertrauen, aber wenige wissen, dass in Österreich einer der führenden Hersteller von Qualitätsspeiseölen in Europa zu Hause ist. Was zeichnet Ihr Unternehmen VFI hier aus?
Im Haushalt kennt man unsere Marken Bona und Kronenöl, in der Gastronomie Goodfry und Frivissa, aber VFI kann noch viel mehr. Über 60% unserer Produktion verkaufen wir im Export, vor allem spezialisierte Frittieröle, Bio-Öle und Öle für spezielle Anwendungen wie zum Beispiel in Säuglingsnahrung, wo besonders hohe Qualitätsmaßstäbe gelten. Für solche Produkte haben wir sogar Kunden in China, den Philippinen und Indonesien.

VFI Oils for Life hat sich in Europa etabliert. Wie hat sich das entwickelt?
Meine Familie begann mit der Ölproduktion in Innsbruck nach dem zweiten Weltkrieg, jetzt sitzt unsere Firma in Wels, in Oberösterreich. In Europa sind wir inzwischen der führende Hersteller von Bio-Ölen und auch bei Frittierölen für die Gastronomie und die Snack-Industrie sind wir sehr gut vertreten.

Österreichs Gastronomen setzen verstärkt auf heimische Produkte – nicht nur aus Qualitätsgründen, sondern auch im Sinne der Wertschöpfung. Worin liegt deren Vorteil bei der Verwendung von VFI-Ölen?
Wir haben mit der Belieferung der Snack- Industrie und von Systemgastronomie viel Erfahrung gesammelt. Vieles kann für diese Großkunden effizient entwickelt und getestet werden. Die Erkenntnisse fließen in unsere Gastro-Markenprodukte wie Goodfry. VFI konzentriert sich seit Jahren auf die Bedürfnisse der Gastronomie.

Aber Öl ist doch Öl, oder nicht?
Wenn man sich genauer damit auseinandersetzt, sieht man, dass es für unterschiedliche Anwendungen eben unterschiedliche Qualitätsanforderungen gibt und in vielen Fällen es für den Unternehmer keine gute Entscheidung ist, überall das Billigste einzusetzen. Gute Öle können dem Gastronomen gute Dienste erweisen. Sie sparen am Ende Wareneinsatz und Arbeitsstunden und heben die Qualität der Speisen und die Stimmung bei den Mitarbeitern.

Wie soll das gehen?
Nehmen wir nur die Fritteuse: Unser Top Produkt Goodfry Ultimate Performance läuft fünfmal so lange in der Fritteuse wie herkömmliche Speiseöle. Das heißt in der Praxis, man frittiert lange sorgenfrei, aber pflegt und beobachtet das Öl. Man filtriert, misst den TPM-Wert des Fettverderbs und wenn der ok ist, füllt man die Fritteuse mit frischem Öl auf den Sollstand auf. Am Ende bemerkt man: Es gibt kaum Öl zu wechseln, kaum Altöl zu lagern und zu entsorgen! Durch das regelmäßige Nachfüllen des Öls und die hohe Stabilität des Produkts kann man nahezu kontinuierlich frittieren.

Und was hat der Gastronom davon?
Er spart massiv am Wareneinsatz, Arbeitskosten, Stress und Manipulationskosten. So ein Öl kostet etwas mehr als doppelt so viel wie ein einfaches Speiseöl. Durch die extrem lange Standzeit in der Fritteuse, wird aber nur mehr etwa ein Viertel der Menge gebraucht. In dieser Zeit wären bei einem billigen Öl bis zu vier Ölwechsel vorzunehmen, bei Goodfry aber lediglich einer. Mitarbeiter und Umwelt werden‘s danken.
Dazu kommt noch ein unterschätztes Detail: Die Manipulation und Lagerung von Öl ist ebenfalls aufwändig und für Betriebe mit hohem Logistikaufwand, wie Schihütten und Bergbahnen, ist jedes Kilo, das man dort nicht hin- und wieder wegfahren muss, bares Geld.

Gutes Öl, gutes Essen - Im Gespräch - Werk ENNSDORF Drohne 2023 2

Goodfry Anwendungsberater helfen bei der Optimierung des Frittierprozesses.
Goodfry Anwendungsberater helfen bei der Optimierung des Frittierprozesses.

Das ist dann auch ein Beitrag zur Nachhaltigkeit, oder?
Selbstverständlich! Wir nutzen weniger Ressourcen, aber bessere. Dabei wird in Summe für die gleiche Leistung beim Verwender weniger Rohstoff verbraucht, weniger Energie in der Produktion eingesetzt, weniger Ware transportiert. Das ist moderne, wirtschaftliche Nachhaltigkeit: Kein Verzicht, sondern intelligenter Einsatz von Ressourcen für wirtschaftlichen Erfolg.

Und die Gäste?
Die Gäste schätzen erstklassiges Frittiertes. Pommes sind die Bringer in der Gastro schlechthin und mehr als nur eine Beilage. Man kann das als Junk-Food abtun, aber die Qualitätsunterschiede bei Pommes in der Gastronomie sind gewaltig. Denn gute Qualität beginnt mit guten Ausgangsprodukten. Dazu braucht es gute Kartoffelprodukte und richtig gutes Öl in der Fritteuse. Sonst schafft man keine konstant hohe Qualität.

VFI ist ja überhaupt ein Unternehmen, das umweltschonend und nachhaltig produziert, was macht VFI in dieser Hinsicht?
Wir haben in den letzten Jahren massiv in nachhaltige, umweltschonende und verkehrsvermeidende Produktionsweisen investiert. In Ennsdorf an der Donau haben wir die größte Bio-Ölmühle Europas gebaut. Das gibt österreichischen Bio-Bauern einen verlässlichen Absatzmarkt und eine Basis für den Export. Die benötigte Energie für das Werk erzeugen wir aus unseren eigenen Reststoffen. Den Transport ins Werk Wels erledigen wir emissionslos per Elektro-LKW.
Auch bei den Verpackungen setzen wir auf Material- und Verkehrsvermeidung. Unsere PET-Flaschen blasen wir vor Ort, Glasflaschen und Metalleimer besorgen wir regional aus Österreich und die Bagin- Box, eine für die Gastronomie wichtige Ölverpackung, kommt mit einem Minimum an Kunststoff aus und ist einfach zu entsorgen. 100% recyclingfähig sind sowieso alle.

Was kann die Gastronomie tun?
Generell gilt: möglichst wenig wegwerfen, für das man vorher bezahlt hat! Um bei den Frittierölen zu bleiben: Von einem Top Frittieröl muss ich für die gleiche Leistung weniger kaufen, transportieren, einlagern und entsorgen.
Bio-Lebensmittel wiederum sind deutlich umweltschonender in ihrer Produktion. Unter unserer Marke Bio Bonella gibt es ein breites Sortiment, vom Frittieröl bis zu günstigem Pflanzenöl.
Die Profi-Ölmarke Goodfry bietet aber auch noch pflanzliche Butteralternativen und spezialisierte Bratöle. Diese pflanzlichen Produkte sind günstiger als Butter und Olivenöl, sie helfen primär den Gastronomen, gut und mit geringerem Aufwand zu kochen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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