Die VIVATIS Holding AG, Österreichs führende Lebensmittelgruppe, hat im Geschäftsjahr 2025 ihren Umsatz um 83 Millionen Euro auf beeindruckende 1,43 Milliarden Euro gesteigert. Dies entspricht einem Plus von sechs Prozent und bestätigt die stabile Entwicklung des Unternehmens in einem herausfordernden Umfeld.
Resilienz durch Investition und strategische Ausrichtung
Trotz eines anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds zeigt sich die VIVATIS-Gruppe als resilient und wirtschaftlich kerngesund. Eine hohe Eigenkapitalquote von über 42 Prozent und eine konsequente Investitionspolitik von über 40 Millionen Euro im Jahr 2025 in Technologie, Betriebe, Wachstum und Innovationen sowie in die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter unterstreichen dies.
Mag. Gerald Hackl, Vorstandsvorsitzender der VIVATIS Holding AG, betont: „Die positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2025 zeigt, dass wir mit unserer klaren strategischen Ausrichtung auf dem richtigen Weg sind. Das Ergebnis spiegelt auch die starke Leistung unserer Tochtergesellschaften wider und verdeutlicht, wie wichtig unsere Investitionen für den langfristigen Erfolg sind. So schaffen wir die Basis, um neue Chancen zu nutzen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und unsere Position als führender Lebensmittelkonzern Österreichs weiter auszubauen.“
Herausforderungen und unfaire Kritik
Das Geschäftsjahr 2025 war für die österreichische Lebensmittelwirtschaft von vielfältigen und teils sehr herausfordernden Rahmenbedingungen geprägt. Besonders deutlich zeigt sich dies im anhaltenden Lebensmittel-Bashing: Produzenten werden immer wieder als Inflationstreiber dargestellt, obwohl die Zahlen ein anderes Bild zeigen. So betrug die Inflation beispielsweise im Herbst rund 4 Prozent, wovon lediglich 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte auf Lebensmittel entfielen.
Zusätzlich belasten viele neue Auflagen und Themen die heimische Nahrungsmittelwirtschaft enorm. Maßnahmen und neue Regulatorien – vom „Shrinkflation-Gesetz“ bis hin zur Kunststoffsteuer – verursachen zusätzliche Kosten und schwächen die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Lebensmittelproduzenten massiv.
Starke Entwicklung in den Geschäftsbereichen
Trotz des herausfordernden Umfelds entwickelte sich die VIVATIS-Gruppe in ihren Geschäftsbereichen erfreulich:
- GOURMET: Verzeichnete 2025 deutliche Zuwächse in allen wichtigen Segmenten. Das Kerngeschäftsfeld Education und die Betriebsverpflegung wuchsen stark. Die Gastronomiebetriebe in Wien, wie Gerstner, Rathauskeller, KHM und Café Schwarzenberg, erzielten mit rund 70 Millionen Euro Umsatz eine hervorragende Performance.
- WOJNAR’S: Profitierte 2025 von der starken Nachfrage nach ultrafrischen Produkten wie hochwertigen Salatbowls und Sandwiches. Die Bereiche Vegan und Bio wurden durch innovative Produktideen weiterentwickelt.
- WEINBERGMAIER: Wächst weiterhin im Tiefkühl- und Convenience-Bereich, auch international. Innovative Produkte für Gastronomie, Hotellerie und Endkonsumenten, darunter kleinere Portionsgrößen und Airfryer-taugliche Angebote, tragen zur steigenden Nachfrage bei.
- Karnerta: Konnte trotz massiver Kostensteigerungen bei Rindfleisch die Versorgung von über 3.000 Betrieben in Gastronomie und Hotellerie ausbauen. Der Teigwarenbereich entwickelt sich sehr gut, mit einer Exportquote von über 50 Prozent.
- FW Trading: Steigerte 2025 die Geflügelmengen auf über 12.000 Tonnen und arbeitet ausschließlich mit 4-Pfoten-Betrieben zusammen.
- Maresi-Gruppe: Festigte ihr Geschäft in Österreich und wuchs vor allem in den CEE-Ländern stark. Mit der Mehrheitsbeteiligung an Salvia d.o.o. in Kroatien plant Maresi, den Auslandsumsatz 2026 weiter zu steigern.
- DAILY: Der Spezialist für Tiefkühllogistik verzeichnete eine sehr positive Geschäftsentwicklung und steigerte die transportierten Mengen auf über 100.000 Tonnen. Der hochmoderne Standort in Himberg ist bereits zu 80 Prozent ausgelastet und trägt erheblich zur Effizienzsteigerung bei.
- Purea/TKV-Gruppe: Konnte trotz volatiler Märkte und schwieriger Preissituation die Produktionsmengen deutlich steigern und verarbeitete 354.000 Tonnen Schlachtnebenprodukte zu hochwertigen Rohstoffen.
- ECOFLY: Das Startup entwickelt sich planmäßig und wird 2026 bereits über 2.000 Tonnen Produktionsvolumen erreichen.
Internationale Expansion im Fokus
VIVATIS richtet den Fokus weiterhin konsequent auf internationales Wachstum. Mit Gourmet soll die Marktpräsenz nicht nur in Österreich, sondern insbesondere in Deutschland gestärkt werden. Parallel dazu intensiviert die Maresi-Gruppe ihre internationale Präsenz. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Ausbau des Tiefkühl- und Convenience-Segments im gesamten DACH-Raum. Langfristig plant VIVATIS, den Auslandsanteil am Gesamtumsatz von derzeit gut 20 Prozent in Richtung 30 Prozent zu erhöhen.






