Die traditionsreiche Waldviertelbahn, ein niederösterreichisches Kulturgut und wichtiger Tourismusfaktor, wird im Bereich des Bahnhofs Groß Gerungs umfassend modernisiert. In der betriebsfreien Zeit bis April 2026 finden Gleisbauarbeiten sowie der Austausch von zwei Weichen statt. Damit sorgt Niederösterreichs Verkehrslandesrat und LH-Stellvertreter Udo Landbauer dafür, dass Landsleute und Gäste auch künftig besondere Freizeitfahrten und Familienausflüge mit der historischen Schmalspurbahn erleben können.
Nachhaltige Gleisaltlage als Besonderheit
Ein besonderes Merkmal der laufenden Arbeiten ist die sogenannte Gleisaltlage: Schienen und Schwellen werden von der Strecke der Mariazellerbahn ausgebaut und auf der Waldviertelbahn wiederverwendet. Auch altbrauchbare Weichen finden Einsatz. Da die Belastungen während des Saisonbetriebs gering sind, ist diese nachhaltige Wiederverwendung im Sinne eines schonenden Umgangs mit Ressourcen möglich. Die Geschäftsführer der NÖVOG, Wolfgang Schroll und Michael Hasenöhrl, betonen die Bedeutung dieses ressourcenschonenden Ansatzes.
Ablauf der Arbeiten
Die Modernisierung umfasst das Abtragen des bestehenden Gleises samt Weichen und Gleisschotter, den Einbau neuen Schotters sowie die Verlegung der wiederverwendeten Schienen und Weichen. Anschließend erfolgen maschinelles Verdichten und Stopfen sowie die Wiederherstellung der Erdbahnsteige. Diese Arbeiten gewährleisten die Sicherheit und Qualität der Strecke für den künftigen Betrieb.
Für die Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe in der Region bedeutet die Modernisierung der Waldviertelbahn eine gesicherte Infrastruktur, die weiterhin viele Gäste zu Ausflügen und Erlebnissen in das Waldviertel bringt. Die Verbindung von Tradition, nachhaltiger Technik und touristischem Angebot stärkt die Region als attraktives Urlaubsziel.







