Derzeit beherrscht ein Thema die Medien ganz besonders: Lebensmittel in Österreich seien zu teuer. Zwischen Österreich-Aufschlägen, Vergleichsportalen und staatlichen Preiseingriffen verliert man schnell die eigentliche Frage aus den Augen: Was sind uns die Lebensmittel, die Österreich zu bieten hat, eigentlich wert?
Momentan wird in der Gastronomie mehr als je zuvor zu Billigstprodukten gegriffen. Beim Fleisch stammt mehr als die Hälfte nicht aus Österreich und es zeigt sich ein besorgniserregender Trend hin zur niedrigsten Qualitätsstufe. Der Grund für diese Kaufentscheidungen ist, dass es „Österreich“ nicht zum billigsten Preis gibt. Das liegt zum Beispiel an den geografischen Gegebenheiten unserer Landwirtschaft oder an dem höheren Lohnniveau und strengeren Auflagen in Bezug auf Umwelt, Tierwohl und Qualitätsstandards. Der Produktionsstandort Österreich hat aber nicht nur großen Einfluss auf den Preis – er sichert im Gegenzug Österreich als Tourismusstandort. Denn unsere menschengemachten und offenen Landschaften und Almen sind der Grund, warum Menschen ihren Urlaub in Österreich verbringen.
Wenn wir Österreich aufgrund von Billigstprodukten „vom Teller kicken“, erteilen wir also nicht nur unseren hohen Produktions- und Qualitätsstandards eine Absage. Wir riskieren unsere traditionellen Kulturlandschaften und setzen damit die Grundlage des Tourismus aufs Spiel. Was gilt es also zu tun? Unser Land bietet so viel und seine Qualität sollten wir auch auf unseren Tellern wiederfinden. Indem wir heimische Produkte bewusst wählen und schätzen, sichern wir die österreichische Landwirtschaft. So bleibt auch in Zukunft unsere einzigartige Kulturlandschaft lebendig – als Grundlage für Genuss, Tourismus und Gastronomie.







