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Wein ist zum Genießen da

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Es gibt Momente, in denen Wein den Besitzer wechselt, als wäre jede Flasche ein Versprechen – besonders zu Weihnachten. Man bedankt sich, stellt sie weg und denkt: „Den hebe ich mir für später auf.“ Genau da beginnt das Problem. Die meisten Geschenkweine sind keine Schätze für den Keller, sondern flüchtige Schönheiten, die bald getrunken werden wollen. Wer schon einmal eine vergessene Flasche aus dem hintersten Regal gezogen hat, weiß: Viele waren einst frisch und lebendig – ein Grüner Veltliner, ein Zweigelt, vielleicht ein Sauvignon. Doch die wenigsten halten jahrelange Lagerung aus, erst recht nicht zwischen Gewürzregal und Heizkörper. Was also tun? Die Flasche realistisch einschätzen.

Leichte Weißweine und Rosés sollten innerhalb eines Jahres geöffnet werden, fruchtige Rotweine ähnlich schnell. Nur strukturierte Weine, kräftige Cuvées oder Tropfen aus Top-Lagen haben echtes Reifepotenzial. Wer keinen Weinkeller hat, kann im Kleiderschrank lagern: kühl, dunkel, konstant. Geschenkte Weine sind selten für die Ewigkeit gedacht. Sie sind Momentaufnahmen, die ihren Glanz verlieren, wenn man sie zu lange festhält. Darum mein Rat: Warten Sie nicht auf den perfekten Anlass. Öffnen Sie die Flasche, genießen Sie sie und denken Sie an den Menschen, der sie Ihnen geschenkt hat. Wein ist zum Trinken da, nicht zum Verstauben. Prost aufs neue Jahr!

Katrin Hammer (Sommelière) beschäftigt sich mit Wein & Kulinarik. Im Fokus: Regionale Produkte und Produzenten.
Katrin Hammer (Sommelière) beschäftigt sich mit Wein & Kulinarik. Im Fokus: Regionale Produkte und Produzenten.
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