Neue Auswertungen aus dem Arbeitsklima Index der Arbeiterkammer Oberösterreich zeigen deutlich: Bildung und insbesondere Weiterbildung spielen eine zentrale Rolle für die Arbeitszufriedenheit in Österreich. Die Zufriedenheit mit den Weiterbildungsmöglichkeiten korreliert stark mit der allgemeinen Berufszufriedenheit. Gleichzeitig bestehen jedoch Unterschiede beim Zugang und der Finanzierung von Weiterbildung, insbesondere zwischen Branchen, Qualifikationsgruppen sowie Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten.
Bildungslandschaft und Geschlechterunterschiede
Die Bildungsstruktur der österreichischen Bevölkerung ist vielfältig. Ein Drittel der Beschäftigten verfügt über einen Lehrabschluss, der nach wie vor die beliebteste Ausbildungsform ist. Deutliche Unterschiede zeigen sich im Vergleich nach Geschlecht: 40 Prozent der Männer haben einen Lehrabschluss, bei Frauen sind es nur 24 Prozent. Frauen sind hingegen häufiger am unteren und oberen Ende der Bildungsskala vertreten, mit einem höheren Anteil an Pflichtschulabschlüssen und Hochschulabschlüssen.
Weiterbildung steigert die Berufszufriedenheit
Mehr als die Hälfte der Beschäftigten (56 Prozent) ist mit ihren Weiterbildungsmöglichkeiten zufrieden. Diese Zufriedenheit wirkt sich direkt auf die allgemeine Berufszufriedenheit aus: 89 Prozent derjenigen, die mit ihren Weiterbildungsmöglichkeiten zufrieden sind, sind auch mit ihrer beruflichen Tätigkeit zufrieden. Bei den Unzufriedenen sinkt dieser Wert auf 57 Prozent.
AK-Präsident Andreas Stangl betont: „Aus- und Weiterbildung ist ein wesentlicher Faktor für die Arbeitszufriedenheit. Sie nützen den Beschäftigten, weil sie Chancen eröffnen und die Zufriedenheit steigern.“
Zukunftsperspektiven und Qualifikationsanforderungen
Drei Viertel der Beschäftigten sind der Meinung, dass ihre jetzige Ausbildung ausreicht, um die Anforderungen ihres Berufs auch in fünf Jahren noch bewältigen zu können. Weniger zuversichtlich sind Beschäftigte im Tourismus (64 Prozent), Personen mit maximal Pflichtschulabschluss (58 Prozent) sowie Hilfsarbeiter (57 Prozent).
Die Frage nach der passenden Qualifikation zum aktuellen Beruf wird unterschiedlich beantwortet: 15 Prozent schätzen ihre Qualifikation als zu hoch ein, während 12 Prozent ihre Qualifikation als zu gering empfinden. Die Mehrheit (73 Prozent) ist jedoch der Auffassung, für ihren Beruf genau richtig qualifiziert zu sein.








