Mit dem Tod von Werner Brombach verliert die deutsche und internationale Braubranche eine prägende Persönlichkeit. Der langjährige Inhaber der Privatbrauerei ERDINGER Weißbräu verstarb im Alter von 86 Jahren nach kurzer Krankheit. Brombach führte das 1886 gegründete Familienunternehmen in zweiter Generation und machte ERDINGER Weißbier sowie die Stadt Erding weltweit bekannt. Er hinterlässt seine Tochter Claudia und Schwiegersohn Alexander.
Ein Brauer mit Herz und Weitblick
Werner Brombach war ein Unternehmer mit großer Leidenschaft für die bayerische Braukunst. „Mein Lebensinhalt ist es, Brauer mit Leib und Seele zu sein“, sagte er selbst. Unter seiner Führung entwickelte sich ERDINGER von einer regionalen Brauerei zu einem internationalen Marktführer. Bereits 1965 trat er in das Unternehmen seines Vaters ein und setzte früh auf modernes Marketing und den Export von Weißbier über Bayerns Grenzen hinaus.
Meilensteine und Auszeichnungen
1977 erreichte die Brauerei einen Ausstoß von 225.000 Hektolitern, 1990 wurde erstmals die Millionengrenze überschritten. Brombachs kompromisslose Qualitätsphilosophie und seine klare Markenpolitik trugen maßgeblich zum Erfolg bei. Prominente Botschafter wie Franz Beckenbauer und Jürgen Klopp unterstützten die Marke.
Für seine Verdienste wurde Brombach mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, darunter das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland, der Bayerische Verdienstorden, der Ehrenring in Gold des Landkreises Erding sowie die Bayerische Gastlichkeitsmedaille.
Nachfolge und Zukunftssicherung
2022 übergab Brombach die Geschäftsführung an Dr. Stefan Kreisz. 2025 gründete er die „Werner Brombach-Familien-Stiftung“, die seine Anteile übernahm und die Fortführung der Qualitätsphilosophie und Werte der Brauerei sichert. So bleibt Erding ein Zentrum bayerischer Bierkultur und ERDINGER eine starke Marke im Sinne ihres Gründers.







